DIE LINKE.LISTE gegen Privatisierung der Luise-Albertz Halle

Die Stadt sucht einen neuen Betreiber für die Luise-Albertz-Halle. Am 13.09.2018 endete die gut einen Monat andauernde Ausschreibung. Die König-Pilsener-Arena ist als Betreiber im Gespräch.

 

Yusuf Karacelik, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE.LISTE erklärt dazu:

„Seitdem die Privatisierung der Halle 2015 ins Gespräch kam, haben wir uns stattdessen für ein alternatives Konzept ausgesprochen, dass den Verbleib der Halle bei der Stadt vorsieht. Die inhaltliche Einflussnahme auf eine Stadthalle ist ein hohes Gut, dass man nicht aufgeben sollte. Eine Luise-Albertz-Halle, die bürgerschaftliche Aktivitäten fördert, Schulen und Vereinen zur Verfügung steht, sollte höhere Priorität haben als betriebswirtschaftliche Argumente.

 Leider wird mit der Ausschreibung für einen privaten Betreiber eine andere Richtung eingeschlagen. Die kurze Ausschreibungsdauer und das kurze Zeitfenster bis zur Vergabe legen die Vermutung nahe, dass die SMG, die Betreiber der König-Pilsener-Arena, von vornherein als Wunschpartnerin feststand. Wir lehnen die Privatisierung grundsätzlich ab. Aber gerade mit der SMG sehen wir den Betrieb der Stadthalle kritisch. Sie tragen Verantwortung für die regelmäßige Vermietung der König-Pilsener-Arena an Gruppierungen, die der faschistischen Partei MHP (Milliyetçi Hareket Partisi, dt: Partei der nationalistischen Bewegung) äußerst nahestehen und haben dabei keine Bereitschaft gezeigt einen Dialog mit der Stadtgesellschaft darüber zu führen.“