DIE LINKE.LISTE steht weiter hinter Verdi und den Beschäftigten des Einzelhandels

DIE LINKE.LISTE Oberhausen begrüßt das Vorgehen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, gegen einige offene verkaufsoffene Sonntage zu klagen. Dazu Martin Goeke, Ratsherr für DIE LINKE.LISTE Oberhausen: „Auch wenn unsere Forderungen weiter gehen und wir uns für das Verbot aller verkaufsoffenen Sonntage stark machen, finden wir den Schritt von Verdi richtig und wichtig. Die Aussage des FDP-Gruppenchefs, Verdi würde gegen die Interessen ihrer Mitglieder und anderer Angestellter handeln, ist falsch. Wenn hier jemand gegen die Interessen der Beschäftigten im Einzelhandel ist, dann diejenigen Gruppen und Fraktionen, die den verkaufsoffenen Sonntagen all die Jahre zugestimmt haben – allen voran die enttäuschte SPD.

Das vor einigen Jahren eingeführte Ladenöffnungsgesetz in NRW sorgte für eine drastische Verschlechterung der ohnehin miserablen Arbeitsbedingungen im Einzelhandel. Es beinhaltet nichts anderes als abstrusere Scheinlösungen, wie Verlängerungen der Öffnungszeiten an Werktagen bis 22 Uhr. Ausgetragen wird dies auf den Rücken der Angestellten. Dass ausgerechnet vor dem Hintergrund der Möglichkeit verlängerter Öffnungszeiten die Öffnung von Sonntagen nicht reduziert, sondern erhöht werden, lässt sich wohl nur verstehen, wenn man annimmt, dass der Konkurrenzdruck auf Kosten der Angestellten gewollt ist. 

DIE LINKE.LISTE hat bisher ausnahmslos alle Vorlagen zum Offenhalten der Verkaufsstellen an Sonn- und Feiertagen abgelehnt. Menschen können ihr Geld nun mal nur einmal ausgeben. Ob sie dazu Gelegenheit Wochentags oder an Ruhetagen finden, spielt hierfür keine Rolle. Sonntagsöffnungszeiten stärken Handelsketten und schwächen Geschäftsbetriebe vor Ort. Offenhalten der Betriebe schafft keinen einzigen neuen Arbeitsplatz. Arbeiten am Sonntag bedeutet für die Beschäftigten erhöhte Belastung und den Verlust von sozialen Kontakten. Wir brauchen einen breiten gesellschaftlichen Druck gegen die Inflation der verkaufsoffenen Sonntage. Es gilt die herrschende Denkstruktur und Sachzwanglogik zu durchbrechen.“