Guter Lohn für gute Arbeit in guten Arbeitsverhältnissen – auch bei der STOAG

Zum am 18.09.2015 in der NRZ und WAZ erschienenen Presseartikel „Von der Fahrschule in den neuen Oberhausener Job“ äußert sich Martin Goeke, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE.LISTE: „Es ist beschämend, dass die STOAG als 100%ige Tochter der Stadt und öffentlicher Arbeitgeber die notwendigen Neueinstellungen über eine Zeitarbeitsfirma vornimmt. Auch wenn das Zeitarbeitsunternehmen einen Tariflohn zahlt, so kann nicht hingenommen werden, dass Unternehmen wie die STOAG die Zeitarbeit zur Kostendämpfung nutzen. So werden die neuen Busfahrerinnen und Busfahrer zunächst zu deutlich schlechteren Konditionen als die fest angestellten Mitarbeiter eingestellt.“ Laut dem Geschäftsbericht für das Jahr 2014 sank die Zahl der Beschäftigten im Fahrdienst weiter. Waren es 2013 noch 327 Personen, so sind es 2014 nur noch 313 Personen gewesen: Goeke dazu weiter: „Die STOAG ersetzt entlassene oder aus Altersgründen ausgeschiedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch billigere Zeitarbeiterinnen und Zeitarbeiter. Das kann und darf nicht sein!“

DIE LINKE.LISTE äußert sich seit Jahren kritisch zum Oberhausener Spardiktat, dass auch mehr und mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmer in die prekäre Beschäftigung drängt. Besonders verärgert zeigt sich Goeke letztlich über die Aussage von Werner Overkamp, dass die neuen Busfahrerinnen und Busfahrer erst nach mehr als zwei Jahren darauf hoffen können, übernommen zu werden: „Dies hätte ich gerne einmal erläutert, warum sich eine Busfahrerin oder ein Busfahrer über zwei bis drei Jahre hinweg in einem Job profilieren müsse. Auch hier werden es vornehmlich monetäre Gründe sein, warum die STOAG die Neuangestellten so lange in der Zeitarbeit belässt, bevor man ihnen gegeben falls mit einem eigenen Arbeitsvertrag ausstattet. Guter Lohn für gute Arbeit in guten Arbeitsverhältnissen – das muss das Ziel sein.“