Klimaschutz konkret: DIE LINKE.LISTE fordert besseren und kostenfreien ÖPNV

Die Zahl der Menschen, die im vergangenen Jahr in Oberhausen regelmäßig die öffentlichen Verkehrsmittel der STOAG benutzt haben, geht weiter zurück. Dies geht aus der Jahresbilanz der Oberhausener Verkehrsbetriebe hervor.

Während die Monatsfahrkarten einen Zuwachs von vier Prozent verzeichnen, sind die Jahresabos ungefähr in gleichem Maße rückläufig. Der Kauf von Sozialtickets ist um 11,4 Prozent zurückgegangen, was Geschäftsführer Werner Overkamp mit rückläufigen Flüchtlingszahlen und einer Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt erklärt.

„Den Rückgang der Sozialtickets so zu erklären, lässt außer Acht, dass sie immer noch zu teuer sind und viele Menschen, die auf Hartz IV angewiesen sind, sie deswegen nicht in Anspruch nehmen können. Außerdem ist es wichtig, das Angebot ständig zu verbessern, damit der ÖPNV attraktiver wird.

Aktuell findet endlich eine breitgeführte Debatte um Klimaschutz statt, was wir sehr begrüßen. Dies nehmen wir zum Anlass unsere Forderung nach einem kostenlosen ÖPNV erneut ins Spiel zu bringen. Es ist wichtig und unterstützenswert, den Klimanotstand zu erklären und wir begrüßen den Bürgerantrag auf Klimarelevanz ausdrücklich. Wichtig ist es jetzt aus unserer Sicht, konkrete Schritte einzuleiten.

Die Mobilitätskosten müssen insgesamt nicht schrittweise erhöht, sondern gesenkt werden. Das Azubi-Ticket auf ganz NRW auszuweiten und die Kosten zu senken, war ein Schritt in die richtige Richtung. Wir brauchen mehr davon mit der Perspektive auf einen gut ausgebauten und kostenlosen ÖPNV in Oberhausen und darüber hinaus. Dann bleiben die PKW’s stehen, was die Luft in unserer Stadt nicht nur an der Mülheimer Straße sicherlich signifikant verbessern würde.“, erklärt Yusuf Karacelik, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE.LISTE.