LINKE.LISTE kritisiert die Streichung mehrerer hundert Arbeitsplätze bei MAN Turbo

Lühr Koch

Eine traurige Realität, die sich bei den meisten großen Unternehmen und Konzernen auszeichnet: die haltlose Arbeitsplatzvernichtung. Es seien bundesweit „nur“ 600 Arbeitsplätze statt wie vorher angenommen 1000 von der Streichung betroffen, in Oberhausen „nur“ 164 statt 323. Es ist ein Skandal.

 

Dazu Lühr Koch, Stadtverordneter DIE LINKE.LISTE: „Es kann wirklich nicht sein, dass solch ein unsoziales Vorgehen schöngeredet wird. Dabei vergessen wir, dass diese Arbeitsplätze wegfallen und nicht mehr ersetzt werden. Oberhausen hat sowieso mit dem Erhalt als Industriestandort zu kämpfen, viele Unternehmen wandern aus, andere trauen sich erst gar nicht, sich in Oberhausen anzusiedeln. Das sind alles verlorene und vertane Arbeitsplätze. Hinzu kommt nun die Hiobsbotschaft von MAN Turbo, dass nun mehrere hundert Arbeitsplätze vernichtet werden. Die durch Altersteilzeit und Abfindungen „eingesparten“ Arbeitsplätze, werden der Jugend weggenommen. Mehrere Millionen will das Unternehmen sparen, und das auf Kosten der Belegschaft. Als ob das nicht schlimm genug ist, verharmlost der Betriebsratsvorsitzende Helmut Brodrick dieses Vorgehen als sozial verträglich und verschweigt das Durchsickern der VW-Interessen. VW ist nämlich darauf ausgerichtet, hohen Gewinn zu erwirtschaften, bei einem Kapitalbedarf von 50 Mrd. Euro ist es also kein Wunder, dass die Beschäftigten dafür den Kopf hinhalten müssen.

DIE LINKE. LISTE Oberhausen streitet um den Erhalt eines jeden Arbeitsplatzes und solidarisiert sich mit dem Kampf der Beschäftigten. Nicht das wirtschaftliche Profitinteresse, sondern der Mensch muss endlich im Vordergrund stehen!“