Neonazi aus Oberhausen mutmaßlich unter den Angreifern am Bonner Hbf

Wie das Medienportal „Indymedia“ unter Berufung auf das Bündnis „NS-Verherrlichung stoppen“ berichtet, kam es am vergangenen Samstag am Bonner Hauptbahnhof zu einem bewaffneten Angriff einer Gruppe Neonazis, an der auch mindestens eine Person aus Oberhausen beteiligt gewesen sein soll. Hierbei handelt es sich offenbar um den verurteilten Holocaust-Leugner Henry Hafenmayer, der erst zu Beginn dieser Woche erneut vor Gericht stand.

Dem Angriff vorausgegangen war eine Protestdemonstration gegen einen Aufmarsch einer Neonazi-Splitterpartei in Remagen. Im Zuge der Abreise wurden Antifaschist*innen dann gezielt attackiert, ein Foto im Bericht zeigt zwei Neonazis, die auf eine junge Frau einprügeln.

„Dieser Vorfall beweist erneut, was die lokalen Behörden bestreiten: Auch in Oberhausen existiert eine gewalttätige Neonazi-Szene, gegen die sowohl politisch als auch strafrechtlich vorgegangen werden muss, bevor sie sich ausbreitet. Dies würde nämlich bedeuten, dass viele Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Äußerlichkeiten, ihres Lebensentwurfs oder politischer Überzeugung ihres Lebens nicht mehr sicher sind. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Angriffen auf Einrichtungen wie das Unterhaus oder das Linke Zentrum. Die gleiche Neonazi-Splitterpartei, deren Mitglieder mutmaßlich auch an dem Angriff in Bonn beteiligt waren, halten hier in unserer Stadt unter Polizeischutz ihre braunen Rituale vor Kriegsdenkmälern ab oder marschieren in verschiedenen Stadteilen auf. Wir rufen die Zivilgesellschaft auf, ihre Aktivitäten für eine solidarische und vielfältige Gesellschaft zu verstärken und sich den Rechten noch stärker in den Weg zu stellen. Die Behörden rufen wir zum konsequenten Handeln auf. Braune Schläger dürfen nicht ungeschoren davonkommen.“, fordert Jens Carstensen, Sprecher der Partei DIE LINKE in Oberhausen.