Pressemitteilung zum Landesförderprogramm „JeKits“

DIE LINKE.LISTE bezeichnet das neue Landesförderprogramm „Jedem Kind Instrumente, Tanzen Singen“ (kurz: „JeKits“) als „Mogelpackung“ aus Düsseldorf, da die zu begrüßende Ausweitung des Programms in Richtung Tanz und Gesang ohne eine Erhöhung des Landeszuschusses erfolgt, was für die Schulen in Oberhausen einer faktischen Mittelsenkung bedeutet. „Die Zeche dafür zahlen wieder einmal die Oberhausener Eltern, die zukünftig für weniger Förderung ihrer Kinder mehr zahlen müssen. So erhöhen sich nicht nur die Elternbeiträge im Bereich ‚JeKits-Instrument‘ von 20 auf 23 Euro, sondern auch der Schülerschnitt wird von fünf auf sechs Schülerinnen und Schülern pro Unterrichtseinheit angehoben“, erläutert der jugendpolitische Sprecher der Fraktion und Ratsmitglied Martin Goeke die Kritik der Fraktion.

Goeke, der bereits in der Ratssitzung am 09.02.2015 zum Programm Stellung bezog, hierzu weiter: „Die höheren Gebühren für die Eltern sind nur ein Grund, warum das Jekits-Programm alle Erwartungen unterschreitet. Auch der Förderzeitraum wird zukünftig von drei auf zwei Jahre gekürzt. In der Konsequenz werden jährlich zahlreiche Kinder aus finanzschwachen und sozialbenachteiligten Familien ihr Musikinstrument nach dem 2. Jahr zurückgeben müssen und zusehen, wie ihre Klassenkameraden aus wohlhabenderen Familien weiterhin im Nebenraum beim gleichen Lehrer Musikunterricht erhalten. Dabei war das Programm ‚Jedem Kind ein Instrument‘ ursprünglich genau für sie gedacht. Jetzt werden sie wieder ausgeschlossen, obwohl Ministerpräsidentin Kraft doch so gerne mit dem Slogan ‚Kein Kind zurücklassen‘ für sich wirbt.“