Ratsgruppe „Offen für Bürger“ schlägt Ex-Republikaner für Sportausschuss vor

Am 05. November hat Ratsherr Albert Karschti beantragt, eine Person als stellvertretendes Mitglied für den Sportausschuss zu nominieren. Hierbei handelt es sich um Dr. Robert Friedrich Nagels, der in der Vergangenheit Geschäftsführer der sogenannten Republikaner gewesen ist, einer äußerst rechtsgerichteten Partei, die glücklicherweise vor Jahren in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist.

Der heutige Oberhausener war bereits in den 90er Jahren in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der PDS/Linke Liste prominent als Rechtsaußen- Funktionär erwähnt worden, der wohl damit beauftragt worden war, für seine Gruppierung eine „schlagfertige Truppe“ aufzubauen.

In den Zeitschriften „Playboy“ und „Focus“ war in der Zeit zu lesen, dass Nagels als Oberstabsarzt der Bundeswehr auf dem Balkan abgelehnt wurde, weil er sich demokratiefeindlich geäußert hatte.

„Herr Karschti muss unverzüglich erklären, wie seine Ratsgruppe auf die Idee gekommen ist, eine derartige Personalie vorzuschlagen. War der OfB die Vergangenheit des Dr. Nagels nicht bekannt? Eine einfache Google-Recherche oder auch die Facebook-Seite des Betreffenden hätte hier Aufschluss geben können. Oder sind die rassistischen und nationalistischen Positionen eines ehemaligen „Republikaners“ der OfB nicht wichtig, solange sie dadurch Zuwachs erhält?  

Unsere Fraktion steht für ein solidarisches und friedliches Oberhausen, in der Platz für alle Menschen mit den verschiedensten Lebensentwürfen ist. Wir sind wütend über den Versuch, eine Person mit einer so eindeutig rechten Gesinnung ins Amt hieven zu wollen und protestieren auf das Schärfste.

In einer Zeit, wo Rechte in Parlamenten das soziale Klima vergiften und Stichwortgeber für Mordanschläge und Übergriffe sind, müssen wir im Gegenteil auf starke überparteiliche Bündnisse gegen Rechts setzen und unsere Wachsamkeit verstärken, wenn diese Kräfte versuchen, in unserer Stadt Fuß zu fassen.  

Albert Karschti braucht eine plausible Erklärung, wie das passieren konnte oder sollte sein Mandat niederlegen.“, erklärt Yusuf Karacelik, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE.LISTE.