Solidaritätserklärung mit den streikenden Beschäftigten an der Uniklinik Essen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 wir senden euch solidarische Grüße aus der Nachbarstadt und finden es großartig, dass ihr beschlossen habt, euch gegen die ständige Überlastung zur Wehr zu setzen. Es ist nicht hinnehmbar, dass der Vorstand sich weigert, über einen Tarifvertrag Entlastung zu diskutieren.

 Dann braucht es eben politischen Druck, um die Chefetage zum Einlenken zu bringen.

 Ein Teil unserer Ratsfraktion nimmt heute an der Demonstration vor der Aufsichtsratssitzung teil.

 Gemeinsam kämpfen wir mit euch für die Festlegung einer Mindestpersonalausstattung und Regelungen zum Belastungsausgleich, wenn diese tarifvertraglichen Vorgaben nicht eingehalten werden.

 Auch eure Forderung für eine Regelung zur Verbesserung der Ausbildungsqualität, zum Beispiel durch Freistellung der Ausbildenden, unterstützen wir zu hundert Prozent. Auszubildende sollen lernen und eine gute Qualifikation erhalten, statt zur Kompensation von Personalengpässen eingesetzt zu werden.

Wir wünschen euch einen langen Atem und viel Erfolg bei dieser wichtigen Auseinandersetzung, die sowohl euch Beschäftigten, aber auch den Patientinnen und Patienten zu Gute kommt.

 In diesem Sinne:

 Menschen vor Profite – Mehr von euch ist besser für alle!