ver.di Kundgebung in Oberhausen

Solidaritätserklärung zum Streik im Einzelhandel

NRW-weit sind am vergangenen Wochenende 4000 Kolleginnen und Kollegen in den Warnstreik getreten.

Mehrere hundert Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter haben heute vormittag auf dem Saporoshje-Platz eine Kundgebung abgehalten, um ihre Forderungen zu bekräftigen.

Mit der folgenden Solidaritätserklärung haben wir unsere Unterstützung für die legitimen Forderungen kundgetan:

DIE LINKE unterstützt die Forderungen, für die Ihr heute in den Warnstreik getreten seid.
Die Weigerung der Arbeitgeber, ein Angebot zu machen, dass den Beschäftigten im Einzelhandel eine anständige Einkommensentwicklung sichert, ist peinlich. Lohnangebote unterhalb der absehbaren Preissteigerungsrate sind unverschämt. Nötig sind echte Tariferhöhungen und reale Einkommenssteigerungen. Deshalb sind die Forderungen Eurer Gewerkschaft ver.di mehr als berechtigt: 1 Euro pro Stunde mehr Lohn, 100 Euro mehr für Azubis und 12 Monate Laufzeit sind angemessen. Ohne anständige Lohnentwicklung sind immer mehr Beschäftigte künftig von Altersarmut bedroht.
Nicht hinnehmbar ist auch die Weigerung der Arbeitgeber, den Einzelhandelstarifvertrag für allgemeinverbindlich zu erklären. Lohndrückerei durch Tarifflucht ist auch im Handel ein wachsendes Problem. Das untergräbt gute Arbeitsbedingungen und anständige Löhne im gesamten Einzelhandel.
Solche Schmutzkonkurrenz einiger Arbeitgeber gegen Betriebe, die sich an den geltenden Tarif halten, muss unterbunden werden.
Deshalb kämpft DIE LINKE im Bundestag schon lange für einfachere
Allgemeinverbindlichkeitserklä rungen von Tarifverträgen. Arbeitgeber dürfen künftig dagegen kein Vetorecht mehr haben.
Wir sagen: Gutes Geld und Tarifbindung im Einzelhandel - Das muss drin sein.

 

Dr. Sahra Wagenknecht Fraktionsvorsitzende DIE LINKE. im Bundestag

Özlem Alev Demirel Landessprecherin DIE LINlKE. NRW

Christian Leye Landessprecher DIE LINKE. NRW