Sozialhilfeempfänger*innen sind eher von Armut betroffen

Wie in der Presse vor wenigen Tagen angeklungen ist, leben mehr junge Menschen von Sozialhilfe, sind also Hartz IV-Bezieher. „Diese Entwicklung ist eine traurige Entwicklung. Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt, dennoch steigt Armut auch in Oberhausen analog zum Reichtum. Es läuft hier etwas gewaltig schief“, kommentiert Jörg Pusch, sozialpolitischer Sprecher für DIE LINKE.LISTE Oberhausen.

„Viele können von ihrem Gehalt nicht leben, arbeiten in mehreren Jobs oder machen Überstunden bis zum Umfallen. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die krampfhaft auf der Suche nach einem Beschäftigungsverhältnis sind. Menschen, die von Hartz IV betroffen sind, leben an der Schwelle zur Armut. Bei jungen Leuten unter 25 sind die Hartz IV-Sanktionen noch rücksichtsloser und treibt diese schneller in die Obdachlosigkeit. Um Armut zu bekämpfen und Menschen vor Hartz IV zu schützen sowie ihnen eine bessere Perspektive zu bieten, muss sich arbeitsmarktpolitisch sofort etwas ändern. Die jetzige Situation, sprich der Ausbau des Niedriglohnsektors und die Abschaffung regulärer Beschäftigungsverhältnisse, führen insbesondere bei jungen Menschen zu Zukunftsängsten und Perspektivlosigkeit. Kurzfristig müssen die entwürdigenden Hartz IV-Sanktionen sofort beendet und langfristig die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich eingeführt werden, sodass Arbeitssuchende endlich einen Job finden können. Die verkürzte Arbeitszeit trägt dazu bei, dass der Beruf, den man ausübt mit der Freizeitgestaltung und dem Familienleben gut vereinbar ist“, ergänzt Pusch.