Stadtsparkasse: Gewinn zu Lasten der Schwächeren unserer Gesellschaft

Zum dritten Mal in Folge erwirtschaften die Beschäftigten der Sparkasse einen hohen Überschuss. Gemäss Ratsbeschluss werden davon 1 bis 1,5 Mio. Euro in den Haushaltssanierungsplan für Oberhausen eingezahlt.

 

„So erfreulich die Tatsache ist, dass sich die Sparkasse nach den Skandalen um faule Kredite endlich wieder gefangen hat, so unerfreulich sind die Gründe für den erwirtschafteten Überschuss.

Überhöhte Gebühren, wie z.B. für das "Basiskonto", schaden dem schwächsten Teil unserer Stadtgesellschaft. Die Schließung von Filialen ist rücksichtslos gegenüber den Alten und den nicht so mobilen Menschen. Und der Stellenabbau trifft auch in der Stadtsparkasse fast immer diejenigen, die sich am wenigsten wehren können“, sagt Yusuf Karacelik, Vorsitzender der Ratsfraktion DIE LINKE.LISTE.

 

„Ganz offensichtlich lassen Herr Uppenkamp, seine Kollegen und der verantwortliche Verwaltungsrat die Sonne bewusst nur auf den begüterten Teil der Gesellschaft scheinen. Sie missachten so den öffentlichen Auftrag der Stadtsparkasse! Das ist doch der wirkliche Skandal!

Den fälligen Beweis liefert der Vorstand selbst, wenn er stolz auf den Neubau von Wohnungen nahe des Altmarkts hinweist, die an "Sparer auf der Suche nach Rendite" verkauft werden sollen. Benötigt wird Wohnraum mit bezahlbaren Mieten! Es würde der Stadtsparkasse gut zu Gesicht stehen, sich hier zu engagieren, anstatt in Spekulationsobjekte zu investieren.

Wir erwarten von den Verantwortlichen der Stadtsparkasse eine Änderung des Geschäftsmodells. Und zwar so, dass zukünftig alle Teile unserer Stadtgesellschaft von den Gewinnen profitieren“, erklärt Karacelik abschließend.