STOAG verliert Millionen Kunden – Anhebung der Ticketpreise erzielt falsche Wirkung

Yusuf Karacelik - Fraktionsvorsitzender

Das Ärgernis der STOAG über den Verlust der Millionen Fahrgäste kann DIE LINKE.LISTE Oberhausen gut nachvollziehen und hat seit langem die Entwicklung kritisiert. Yusuf Karacelik, Fraktionsvorsitzender erklärt dazu: „Wir sind für den Ausbau des Öffentlichen Personen und Nahverkehrs, da die Mobilität für die Menschen der Schlüssel zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist. Die regelmäßige Anhebung der Fahrpreise im ÖPNV jedoch treffen vor allem sozial schwache Menschen, Kinder und Ältere.“

Thomas Haller, Bezirksvertreter für Sterkrade fügt hinzu: „Der ÖPNV ist eine Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge und muss das im Grundgesetz fixierte Recht auf Freizügigkeit im Leben erfüllen. STOAG-Geschäftsführer Overkamp tröstet sich an falscher Stelle, wenn er denkt, dass der Kundenschwund mit der Anhebung der Fahrpreise kompensiert wird; denn genau das ist einer der Hauptgründe für den Rückgang der STOAG Kunden.“

Ein kostenloser Nahverkehr würde die Zahl des motorisierten Individualverkehrs - also der Autos - in der Stadt reduzieren, und ist daher für alle Oberhausenerinnen und Oberhausener von Nutzen; auch für diejenigen, die nicht auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen. Die Luftqualität würde verbessert, die Lärmbelastung reduziert und die schwerwiegenden gesamtgesellschaftlich getragenen Folgen zunehmender CO2-Emissionen verringert.

Karacelik weiter: „Wir treten ein für die Einführung eines kostenlosen öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV). Eine der Lösungen für die Finanzierbarkeit für unsere Forderung ist die damit einhergehende Einsparung in der Vertriebs- und Kontrollinfrastruktur. Eine kostenlose Fahrt würde diese Aufwendungen verringern und den Fahrscheinautomaten, die Fahrscheine, die Fahrscheinkontrollen und den Mahnbetrieb für gegenstandslos erklären.“