Wachsende soziale Ungleichheit in Deutschland und weltweit – was tun?

Datum: 12.09.2016 // Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: Linkes Zentrum Oberhausen (Elsässer Str. 19, 46045 Oberhausen)

 

Feierabendtalk von Niema Movassat MdB mit Matthias W. Birkwald MdB

Die 62 reichsten Menschen der Welt besitzen die gleiche Menge an Nettovermögen, wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung - immerhin 3,6 Milliarden Menschen. Auch die gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland sind durch tiefe soziale Spaltungen gekennzeichnet. In Deutschland besitzt die untere Hälfte der Haushalte gerade noch 1 (EIN) Prozent des gesamten Nettovermögens. Dieser Zuwachs des gesellschaftlich erarbeiteten Reichtums landet vor allem auf den Konten der Einkommensstärksten – während die realen Einkommen der Anderen nur gering stiegen oder stagnieren. Eine Gesellschaft, in der sich eine Minderheit durch die Ausbeutung der Mehrheit bereichert, ist ungerecht. Wachsende Ungleichheit und soziale Gerechtigkeit sind unvereinbar. Es liegt auf der Hand, dass Armut und globale Ungleichheit auch zu den ersten Gründen von Flucht zählen, wie wir sie derzeit weltweit erleben.

Gemeinsam mit dem Sozialpolitiker Matthias W. Birkwald MdB (Obmann im Ausschuss für Arbeit und Soziales und rentenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE) möchte Niema Movassat (MdB aus Oberhausen und Obmann der Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) über den Kampf für soziale Gerechtigkeit diskutieren.

Was heißt soziale Gerechtigkeit für DIE LINKE und was gehört zu einer sozial gerechten Gesellschaft? Wie kann es gelingen, zunehmende Ungleichheit und Tendenzen des Gegeneinanders in unserer Gesellschaft und weltweit zurückzudrängen?

Diese und andere Fragen sollen an diesem Abend offensiv beantwortet werden: indem der Finger in die Wunde gelegt, Alternativen benannt und Verantwortliche markiert werden. Im Mittelpunkt wird die Frage stehen müssen, wie gerade die Erwerbslosen und Beschäftigten angesprochen und für soziale Forderungen gewonnen werden können. Dabei ist die Umverteilung des Reichtums der Knackpunkt: Wenn die Menschen nur die Erfahrung machen, dass der zu verteilende “Kuchen” gleich bleibt, werden Konkurrenz und Entsolidarisierung gefördert, werden Verteilungskämpfe über Spaltungen und Rassismus ausgetragen. Dem setzt DIE LINKE den Verteilungskampf gegen die Superreichen und Profiteure von Armut und Ungerechtigkeit entgegen.

Denn: Gleichheit ohne Freiheit endet in Unterdrückung und Freiheit ohne Gleichheit führt zu Ausbeutung (Rosa Luxemburg).