Weit mehr Protestierende als erwartet: Über 500 Menschen demonstrieren gegen Einmarsch In Afrin

DIE LINKE. Oberhausen, das Demokratische Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland (NAV-DEM) sowie das Rojava Solidaritätskomitee werten die Demonstration gegen den Einmarsch der türkischen Armee im Kanton Afrin in Nordsyrien/Rojava als politischen Erfolg.

In zahlreichen Reden und Sprechchören in verschiedenen Sprachen machten die Menschen ihrer Wut auf die Kriegspolitik der türkischen Regierung Luft und forderten ein Ende der Rüstungsexporte der Bundesregierung an das Regime in Ankara. Vielfach forderten die DemonstrantInnen, das Recht der kurdischen Bevölkerung auf Widerstand gegen die türkischen Invasoren und jihadistische Freischärler anzuerkennen.

Zu Beginn des Umzuges überbrachte Niema Movassat (MdB DIE LINKE) Grüße der Linksfraktion im Deutschen Bundestag und erklärte sich solidarisch mit dem Anliegen der Demonstration.

Jens Carstensen, Sprecher der Partei DIE LINKE. Oberhausen, erklärt zum Verlauf der heutigen Demonstration: „ Bereits vor Beginn unseres Auftakts auf dem Friedensplatz kamen mehr Menschen zusammen als erwartet. Unser Ziel, den Menschen in Oberhausen ein Forum zu bieten, haben wir erreicht. Die vielfachen Proteste zeigen erste Erfolge. Dass die Nachrüstung der deutschen Leopard Panzer in der Türkei ausgesetzt wurde, ist auch ein Verdienst der Solidaritätsbewegung für Afrin. Wir fordern nachdrücklich einen Stopp von Rüstungsexporten in die Türkei und die gesamte Region. Die Zeit ist überreif für eine politische Lösung in Syrien. Der Kriegstreiber Erdogan muss gestoppt werden und wir werden mit unseren Protesten nicht nachlassen.“

Die Demonstration verlief friedlich. Eine Provokation einiger weniger türkischer Nationalisten aus einer Seitenstraße in Bahnhofsnähe konnte schnell entschärft werden.

Am kommenden Samstag findet ab 10 Uhr auf dem Ebertplatz in Köln eine bundesweite Demonstration unter dem Motto „Überall ist Afrin – Überall ist Widerstand“ statt, zu der etwa 20.000 Menschen erwartet werden.