Kandidat Landesliste Marc Mulia vom KV Oberhausen

Marc Mulia Landesliste DIE.LINKE

" Bildung ist zentral, wenn es um soziale Gerechtigkeit in NRW geht. Wenn wir den sozialen Zerfall unseres Landes ernsthaft stoppen wollen, müssen wir vor allem im Bildungsbereich ansetzen."

 

Marc Mulia ist 47 Jahre alt, zur Zeit abgeordneter Lehrer in der AG Schulforschung an der Ruhr-Universität Bochum und aktives Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Er hat 1999 die Grünen wegen deren Zustimmung zum Jugoslawien-Krieg verlassen. 2004 war er an der Gründung der WASG beteiligt und 2007 an der Gründung der LINKEN als Zusammenschluss von WASG und PDS. Marc war von 2007 bis 2010 Mitglied im Bundesvorstand der LINKEN und von 2010 bis 2012 Mitglied im Landesvorstand NRW, jeweils zuständig für Bildungspolitik.

 

"Worin liegen für dich als Bildungspolitiker die wichtigsten Herausforderungen?"

Bildung ist ein Themenfeld, in dem der Landtag tatsächlich Entscheidungen treffen kann und gleichzeitig sind Bildungsfragen immer ganz eng mit der sozialen Frage verbunden.

NRW ist bundesweit das Schlusslicht bei den Kitas. Wir wollen uns deshalb im Landtag dafür einsetzen, dass viel mehr Geld in den Kita-Ausbau gesteckt wird. Außerdem gehören die Kita-Gebühren endlich abgeschafft. Es ist ein Unding, dass im Moment jede Kommune selbst über die Höhe der Kita-Gebühren entscheiden muss. Angesichts der maroden Finanzsituation vieler Kommunen führt das dazu, dass die ärmsten Städte die höchsten Kita-Gebühren haben. Damit muss endlich Schluss sein.

Die Situation setzt sich im sogenannten "offenen Ganztag" an den Grundschulen fort. Es gibt auf der einen Seite viel zu wenig Ganztagsplätze und auf der anderen Seite gibt es auch hier Gebühren, die völlig ungerecht sind. Sozial wäre ein gebührenfreies Bildungssystem von der Kita bis zur Hochschule. In den Schulen muss es einen flächendeckenden gebundenen Ganztag geben, so dass jedes Kind unabhängig vom Geldbeutel der Eltern den gleichen Zugang zu einer guten Ganztagsschule bekommt.

Mit dem Schulkonsens haben SPD, Grüne und CDU eine unübersichtliche Schullandschaft festgeschrieben und den schwarzen Peter für die Entscheidung über die Schulstruktur den Kommunen zugeschoben. Im Landtag sollte sich die LINKE für das Ziel einer Schule für Alle stark machen. Damit unmittelbar verbunden ist die klare Absage an das Turboabitur, auch in veränderter Form, wie es neuerdings die SPD vorschlägt ("G8-flexi").

Nicht zuletzt brauchen wir deutlich mehr Geld für Bildung. Weder die Inklusion noch die Verbesserung der Chancengleichheit lassen sich zum Nulltarif erreichen. Genauso wenig werden die Kommunen in der Lage sein aus eigener Kraft die dringend notwendigen Investitionen in marode Schulgebäude, Toiletten und Turnhallen zu finanzieren. Angesichts der Tatenlosigkeit der anderen Parteien ist es umso wichtiger, dass die LINKE im Landtag für ein Umsteuern eintritt.

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