Die Stadtverordnete der Linken Liste Oberhausen, Heike Hansen, hat für den Stadtplanungs- und Umweltausschuss einen Sachstandsbericht zur Radquerung an der Richard-Wagner-Allee/Fahnhorststraße beantragt. Nach dem angekündigten Rückbau der Querung fordert sie nicht nur Aufklärung, sondern ein klares Umdenken zugunsten des Radverkehrs.
„Der Rückbau der Radquerung sendet ein falsches Signal. Statt sichere Lösungen für Radfahrende zu schaffen, wird hier offenbar wieder der bequemste Weg gewählt – nämlich die Infrastruktur für den Autoverkehr unangetastet zu lassen und stattdessen den Radverkehr zurückzudrängen“, erklärt Heike Hansen.
Seit Monaten wurde über gefährliche Situationen an der Querung berichtet. Eingeschränkte Sichtverhältnisse und planerische Mängel waren bekannt, dennoch blieb eine konsequente Nachbesserung aus. Für die Linke Liste ist klar: Das Problem ist nicht der Radverkehr, sondern eine Verkehrsplanung, die auf Autos ausgerichtet wurde – und in der die Sicherheit von Radfahrenden noch immer nachrangig behandelt wird.
„Solange Straßen in erster Linie für den Autoverkehr gedacht werden, bleiben andere Verkehrsteilnehmer zweitrangig. Wir brauchen endlich eine Verkehrsplanung, die die Sicherheit von Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern von Anfang an mitdenkt“, so Hansen weiter.
Die Linke Liste fordert daher eine lückenlose Aufklärung: Welche Fehler wurden bei Planung und Umsetzung gemacht? Warum wurden bekannte Probleme nicht frühzeitig behoben? Und vor allem: Warum wird als Konsequenz ausgerechnet die Radinfrastruktur zurückgebaut, statt sie sicher auszubauen?
Für die Linke Liste ist klar: Eine sozial-ökologische Verkehrswende gelingt nicht mit halbherzigen Maßnahmen. „Wir brauchen keine Rolle rückwärts zugunsten des Autoverkehrs, sondern konsequente Investitionen in sichere, durchdachte und zusammenhängende Radwege. Jeder Rückbau ist ein politisches Signal – und dieses Signal lehnen wir entschieden ab.“
Die Linke Liste erwartet im Ausschuss nicht nur Transparenz, sondern konkrete Konsequenzen: bessere Planung, klare Prioritäten für den Radverkehr und den politischen Willen, Fehler nicht auf dem Rücken der Schwächeren auszutragen.

