Pressemitteilung der Fraktion Die Linke.Liste
Nein zum Atommülltransport durch Oberhausen!
Am 25.08.2025 hat das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) Genehmigung für den Transport von ca. 300.000 radioaktiven Brennelementen in 152 Castorbehältern vom Versuchsreaktor Jülich ins Zwischenlager Ahaus erlassen. In der Begründung heißt es, dass die Genehmigung des Zwischenlagers Jülich ausgelaufen ist.
Umweltverbände gehen davon aus, dass der Transport des Atommülls über die Autobahn A2 führen wird und somit u.A. das Oberhausener Stadtgebiet direkt betrifft.
Als Fraktion Linke.Liste im Oberhausener Stadtrat lehnen wir dieses Vorgehen entschieden ab!
Stadtverordnete Heike Hansen dazu: „Transporte von radioaktiven Stoffen durch dicht besiedelte Stadtgebiete und Ballungszentren wie das Ruhrgebiet sind unverantwortlich und müssen dringend verhindert werden! Besonders widersinnig erscheint dieses Vorhaben vor dem Hintergrund, dass es für das Zwischenlager Ahaus ebenfalls nur eine Betriebsgenehmigung bis 2036 gibt. Bis ein Endlager gefunden ist fordern wir deshalb, den Atommüll in Jülich verbleiben zu lassen.“
Die Fraktion Linke.Liste hat deshalb eine kleine Anfrage im Stadtrat gestellt. Auf die Frage, ob die Stadt Oberhausen Kenntnis darüber hat, dass der Transport durch Oberhausener Stadtgebiet führen wird, ließ die Verwaltung wissen, dass weder ihr noch der städtischen Feuerwehr Informationen zum Transport vorliegen, da diese als Verschlusssache eingestuft sind. Die Stadtverwaltung ließ außerdem wissen, für die Feuerwehr sei zunächst von Bedeutung, dass die Castor-Behälter „als extrem sicher, robust und strahlungsabschirmend gelten“ und „Ein Austritt von Stoffen durch einen Verkehrsunfall (…) nahezu ausgeschlossen“ sei.
Es bleibt zu hoffen, dass die Stadt trotz dieser Einschätzung eine entsprechend gründliche Vorsorge für einen Katastrophenfall getroffen hat.

