DIE LINKE.LISTE begrüßt Gerichtsurteil gegen XXXLutz

DIE LINKE.LISTE Ratsfraktion begrüßt das Urteil des Oberhausener Arbeitsgerichts, dass die von der Möbelkette XXXLutz ausgesprochenen Kündigungen unwirksam seien. Hierzu erklärt das Ratsmitglied Martin Goeke: „Endlich schiebt ein Gericht der skandalösen Geschäftspraxis von XXXLutz einen Riegel vor. Die Eigentümer Andreas und Richard Seifert wollen um jeden Preis an die Spitze der Möbelbranche und den großen Konkurrenten Ikea auf Platz zwei verweisen und das vor allem auf Kosten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Löhne werden in der Regel untertariflich bezahlt, wer nicht pariert, fliegt und die MitarbeiterInnen sind mit einem System aus Subgesellschaften und Servicefirmen konfrontiert – so werden Betriebsräte verhindert und unrentable Filialen schnell und ohne viel Aufhebens abgewickelt.“ DIE LINKE.LISTE hat sich seit der Übernahme des Möbelhauses Rück durch XXXLutz stets solidarisch mit den Beschäftigten gezeigt und wiederholt Scheinausgliederungen von Abteilungen in eigene Gesellschaften kritisiert, die einzig dem Zweck dienten, langjährigen Mitarbeitern zu kündigen und Löhne zu drücken. „Wir als DIE LINKE.LISTE hoffen, dass auch die nächsthöheren Instanzen zu einem gleichlautenden Urteil kommen und die Arbeitnehmerrechte gegen ein Unternehmen verteidigt werden, bei dem ein respektvoller, wertschätzender Umgang mit den Beschäftigten - um es freundlich zu formulieren - deutlich unterentwickelt ist und das stattdessen regelmäßig durch die Verletzung der Mitbestimmungsrechten von Betriebsräten, fehlender Tarifbindung und eine mehr als fragwürdige Personalpolitik negativ in Erscheinung tritt“, so Goeke abschließend.