DIE LINKE.LISTE fragt: Sinkt die Arbeitslosigkeit tatsächlich?

In einem jüngst erschienen Artikel heißt es, dass sie Arbeitslosigkeit ganz leicht gesunken sei. Die Betonung müsste hier auf „ganz leicht“ gelegt werden. „Wir wissen, wie die Statistik erstellt wird und wie diese zur Beschönigung der wahren Arbeitslosenzahl dient“, erklärt Martin Goeke, stellv. Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE.LISTE Oberhausen. Abgesehen davon, dass es bei einer Jugendarbeitslosigkeit von 10,5% keinen Grund zum Jubeln gibt, stimmt die Arbeitslosenstatistik nicht. „Aufstocker, Arbeitslose die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder in Fortbildungsmaßnahmen stecken, werden ebenso aus der Statistik rausgehalten, wie Arbeitslose, die älter als 58 Jahre sind. Seit sechs Jahren werden im übrigen Arbeitslose, die von privaten Arbeitsvermittlern betreut werden, ebenfalls nicht als Arbeitslose gezählt, obwohl sie keine Arbeit haben. Wer die tatsächliche Arbeitslosigkeit erfassen will, muss ehrlich rechnen“, fügt Goeke hinzu.

„Aufstocker, die einen sicheren Arbeitsplatz haben, werden vom Jobcenter unter Androhung von Sanktionen dazu gebracht, in ein unsicheres und befristetes Arbeitsverhältnis zu wechseln, um den Bezug von Leistungen zu beenden. Dabei wird der Verlust des sicheren Jobs und das Risiko, nach kurzer Zeit entlassen und wieder Hartz IV Bezieher zu werden, billigend in Kauf genommen“, ergänzt Jörg Pusch, sozialpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.LISTE Oberhausen.

DIE LINKE.LISTE Oberhausen fordert deshalb einen sofortigen Neustart in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik.