DIE LINKE.LISTE Oberhausen verlangt Auskunft nach Datenschutzrichtlinien bei „The Mirai“ Projekt

Das angeblich weltweit größte Fitness-Zentrum soll auf 55.000 Quadratmetern in den ehemaligen Thyssenhallen zwischen den Straßen „Alte Walz“, „Essener Straße“ und „Konrad-Adenauer-Allee“ entstehen. Der Initiator Rainer Schaller, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens McFit, möchte nach eigenen Angaben keine Eintrittskosten erheben. In der lokalen Berichterstattung (https://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/fitnesscenter-the-mirai-am-centro-will-deine-daten-speichern-verbraucherzentrale-warnt-id212252561.html) kamen nun Fragen über den möglichen Verkauf von erhobenen Kundendaten auf, die aufgrund der zu erwartenden Masse der Sporttreibenden sehr lukrativ sein könnten. Mcfit hingegen spricht von einer fundierten Grundlagenforschung sowie einer „einzigartigen Bestandsaufnahme der Trainierenden“. Man habe nicht vor, Daten zu verkaufen und wolle alle Datenschutzrichtlinien bei einer geplanten Studie einhalten, die für Gesundheits-, Fitness- und viele artverwandte Branchen nützlich sein könne.

Die Verbraucherzentrale NRW äußerte sich indes kritisch. Es gebe heutzutage nahezu keine kostenfreien Angebote mehr, da Kundinnen und Kunden im Zweifelsfall mit ihren Daten bezahlen würden, die in diesem Fall Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand des Einzelnen zulassen könnten. Auch pseudonymisierte Daten, die nicht unmittelbar einer Person zugeordnet werden könnten, seien aus Datenschutzsicht nicht unbedenklich, da die Pseudonymisierung theoretisch jederzeit rückgängig gemacht werden könne.

Vor diesem Hintergrund verlangt der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE.LISTE Oberhausen, Martin Goeke, nähere Auskünfte.

„Die bisherigen Auskünfte sind uns eindeutig zu vage. Wir möchten konkret wissen, welche Daten für welchen Zeitraum zu welchem Zweck erhoben werden sollen. Des weiteren sollte Mcfit die Öffentlichkeit darüber informieren, wie sichergestellt werden soll, dass die erhobenen Werte nicht im Nachhinein zugeordnet werden können. Nicht zuletzt aufgrund der zu erwartenden Kundenmenge dürfen hier keine Pannen passieren. Letztlich würde es im Sinne der Transparenz dem Unternehmen gut stehen, offenzulegen mit welchen Forschungseinrichtungen und Universitäten eine Zusammenarbeit vereinbart wurde und wie die wissenschaftliche Konzeption der Forschung aussehen wird“, so Goeke.