DIE LINKE.LISTE setzt auf die Senkung der Eintrittspreise für Schwimmgäste

Die Argumente der OGM, durch Sanierungen mehr Besucher anziehen zu wollen, wird durch die Erhöhung der Eintrittspreise eher torpediert. Es ist ein Widerspruch, einerseits über die sinkende Zahl der Schwimmbesucherinnen und –Besucher zu klagen, andererseits aber die Preise um 10% erhöhen zu wollen.

Dazu erklärt Thomas Haller, sportpolitischer Sprecher für DIE LINKE.LISTE: „Die Stadt macht da mal wieder eine Milchmädchenrechnung auf. Schwimmen gehört zum Freizeitangebot, wozu Jeder und Jede einen barrierefreien Zugang haben muss. Barrierefrei heißt in diesem Sinne auch der finanzielle Gesichtspunkt. Wieder einmal geht diese Entscheidung zulasten derer, die aus wirtschaftlich schwachen Haushalten kommen und für die kinderreichen Familien sowie Rentnerinnen und Rentner. Für sie ist die Erhöhung um 10% eine spürbare Belastung, in der Folge würden sich Familien 3-mal überlegen, ob sie das Schwimmangebot noch in Anspruch nehmen möchten. Das hat wiederum Auswirkungen auf die Schwimmqualität der Kinder, da sie weniger ins Schwimmbad gehen und das Schwimmen erlernen. Im Umkehrschluss führt das zu mehr Schwimmunfällen und dazu, dass immer mehr Menschen auf den ungesicherten Kanal und Seen aus weichen.“

„Eine weitere Preiserhöhung wird es mit uns nicht geben! Wir setzten auf Breitensport und Bürgernähe, wer den Bürgerinnen und Bürgern das Minimum an städtische Teilhabe nehmen will, nimmt sie einfach nicht ernst. Bereits 2012 haben wir die Preiserhöhung für Schwimmbäder kritisiert. Die Befürchtung von damals, dass sich das Vorgehen der OGM im Rückgang der Besucherzahlen niederschlägt, hat sich bewahrheitet. Diesmal wird das nicht anders sein“, prophezeit Jörg Pusch, Mitglied im Sportausschuss.

DIE LINKE.LISTE kritisiert die Erhöhung und fordert stattdessen wiederholt eine Senkung der Preise, um mehr Menschen das Schwimmen zu ermöglichen und die Attraktivität der Bäder zu steigern.