IG Metall-Warnstreiks: Movassat unterstützt berechtigte Forderungen

Niema Movassat - MdB Linksfraktion

Wie die IG Metall in einer Presseerklärung mitteilte, werden am Donnerstag, den 29.02.15, die Mitglieder in den tarifgebundenen Betrieben in NRW zu Warnstreiks aufgerufen. Die Warnstreiks sollen der Forderung nach einer Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 5,5 Prozent, besseren Altersteilzeit sowie Bildungsteilzeit Nachdruck verleihen. Die Metallarbeitgeber wiesen bislang alle Forderungen zurück. Hierzu erklärt der Oberhausener Bundestagsabgeordnete Niema Movassat (DIE LINKE):

„Die Warnstreiks in der Elektro- und Metallindustrie und die Forderungen der IG Metall für die Beschäftigten sind mehr als berechtigt. Die deutsche Metallindustrie boomt seit einigen Jahren und sie sagt auch für das kommende Jahr weiteres Wachstum voraus. Dieser Aufschwung darf nicht an denen vorübergehen, die ihn erwirtschaften. 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt, bessere Regelungen zur Altersteilzeit, sowie mehr Zeit und Geld für Weiterbildung liegen als berechtigte Forderungen auf dem Tisch. Die Arbeitgeberseite dagegen versucht, die Beschäftigten auf 2,2 Prozent runterzuhandeln – das ist inakzeptabel.“ 

Dass sich die Arbeitgeberseite auch bei den weiteren Forderungen stur zeigt, erzürnt Movassat: „Es kann nicht sein, dass die Arbeitgeber nur denen einen früheren Ausstieg aus dem Berufsleben gewähren wollen, die nach ihrer eigenen Einschätzung besonders belastet sind. Auch die Weigerung Weiterbildung finanziell zu fördern, ist alles andere als zukunftsorientiert. Arbeitsgeber müssen begreifen, dass auch sie von gut qualifizierten Beschäftigten profitieren. Daher können die von Seiten der Arbeitsgeber gemachten Angebote nur als Provokation bezeichnet werden, auf die man mit Warnstreiks reagieren muss. Ich erkläre mich solidarisch mit den Beschäftigten und wünsche ihnen mit ihrem Warnstreik viel Erfolg.“