Konzept zur Unterbringung von Flüchtlingen dringend nötig

Wie vergangene Woche  bekannt wurde, sind in mindestens zwei Städten in NRW Bewohner in privat betriebenen Flüchtlingsheimen von Mitarbeitern misshandelt worden. In Oberhausen werden in diesem Bereich glücklicherweise noch keine Security-Dienste beauftragt. Damit es künftig nicht zu ähnlichen Vorfällen kommt, fordern wir ein durchdachtes Konzept zur Unterbringung von Flüchtlingen.

 Fraktionsmitglied Jürgen Dittmeyer erklärt: „Wir lehnen die langfristige Unterbringung in zentralen Einrichtungen ab. Nach einer Übergangszeit von einigen Wochen soll es die Möglichkeit geben, in einzelnen Wohnungen untergebracht zu werden. Bisher gibt es dazu kein schlüssiges Konzept. Auf eine Kleine Anfrage zu genau diesem Thema haben wir vor einigen Monaten nur eine schwammige Antwort erhalten – obwohl schon längst absehbar war, dass in Zukunft mehr Flüchtlinge nach Oberhausen kommen werden. Wir schlagen daher einen Runden Tisch vor, bei dem Vertreter der Stadt, von Kirchen, des Flüchtlingsrats, sozialer Einrichtungen und anderen Akteuren, die sich um die Belange von Flüchtlingen kümmern, zusammenkommen und Lösungen erarbeiten. Die jetzigen Hürden, die einer Unterbringung in Wohnungen im Wege stehen, müssen beseitigt werden. Daher ist auch ein Dialog mit möglichen Vermietern nötig um darüber zu beraten, wie am besten Wohnungen zur Verfügung gestellt werden können - schließlich gibt es viel Leerstand in Oberhausen. Zu diesem Thema wird die LINKE.LISTE einen Antrag zur nächsten Ratssitzung erarbeiten.“