Kritik an Abriss der Villa Rück

Vor einigen Monaten wurde bekannt, dass die Möbelstadt Rück im Oberhausener Schladviertel an die Möbelkette XXXLutz verkauft wird. Nun soll die historische Villa Rück abgerissen werden, um Platz für Parkplätze zu schaffen.

Der Fraktionsvorsitzende Yusuf Karacelik erklärt dazu: „Die gesamte Entwicklung macht uns Sorgen. Das Viertel wird bereits durch die Bebauung der Grünfläche an der Seilerstraße stärker durch Verkehr belastet. In Zukunft wird das Straßenverkehrsaufkommen weiter steigen, für die Parkplätze und die Umbauten sollen Flächen und die Villa Rück verschwinden. Es stellt sich daher die Frage, ob das Konzept von XXXLutz dort überhaupt gut aufgehoben ist – schließlich gibt es in Oberhausen ausreichend freie Gewerbeflächen, wo mehr Platz vorhanden ist. Den geplanten Abriss der Villa Rück kritisieren wir. Mit dem Gebäude wird nicht nur ein Stück Grünfläche verschwinden, sondern auch ein Stück Identität des Viertels. Zudem ist bisher ungeklärt, welche Rolle die Villa historisch in Verbindung mit Zwangsarbeit in Oberhausen spielt. Sie war Wohnort der Familie Kleinholz, die eine Drahtseilerei betrieben und möglicherweise ZwangsarbeiterInnen beschäftigt hat. Dies muss aufgeklärt werden. Die Oberhausener Geschichte soll nicht zubetoniert werden und unter einem Parkplatz verschwinden, sondern kritisch aufgearbeitet werden.“

 Den Protest der AnwohnerInnen unterstützen wir und haben eine Unterschriftenliste im Linken Zentrum ausgelegt.