Pressemitteilung

LINKE.LISTE fordert Beirat bei der STEAG ein

2011 kauften sechs Ruhrgebietsstädte 51 Prozent des Stromerzeugers Steag mit Sitz in Essen. Die restlichen 49 Prozent gehören der Firma Evonik Industries und sollen nun ebenfalls vom Konsortium der kommunalen Stadtwerke gekauft werden. Weil das teurer ist als gedacht und Versprechungen nicht eingehalten wurden, wird nun Kritik laut. Der Fraktionsvorsitzende der Linken Liste Oberhausen,Yusuf Karacelik, erklärt dazu: „Bis heute gibt es keinen Beirat mit VertreterInnen der Kommunen. Die Kommunen zahlen also Millionen, ohne dass es eine wirksame demokratische Kontrolle und regelmäßige Informationen gäbe. Deshalb bleiben wir bei unserer Forderung, einen Beirat einzurichten. Die Steag macht einen Großteil der Profite mit dem Steinkohlabbau im Ausland, etwa in Kolumbien, der Türkei und den Philippinen, wo Steinkohle häufig unter schlechtesten Arbeitsbedingungen abgebaut wird. Energiegewinnung durch Kohle ist außerdem ökologisch nicht sinnvoll. Wir fordern, die umweltschädlichen Kohlkraftwerke abzuschalten und stattdessen auf alternative Energien zu setzen und soziale Standards bei den Arbeitsbedingungen einzuhalten. Oberhausen soll sich nicht an Umweltzerstörung und Ausbeutung im Ausland beteiligen. Der Kauf der restlichen Anteile muss außerdem im Rat diskutiert werden.“