Geplante Betuwe-Linie durch Oberhausen

Movassat: Bedenken der Anwohner endlich ernst nehmen

"Der Umgang der Bahn und der Stadt Oberhausen mit Lärm- und Sicherheitsproblemen bei den Planungen der Betuwe-Güterverkehrslinie ist eine Unverschämtheit und stößt zu Recht auf allgemeine Empörung", erklärt der Oberhausener Bundestagsabgeordnete Niema Movassat (DIE LINKE) anlässlich der aktuellen Diskussion über die Lärmschutzmaßnahmen entlang der Betuwe-Linie: "Grundsätzlich ist DIE LINKE für eine weitgehende Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene. Deshalb ist eine leistungsfähige Güterverkehrsverbindung von Rotterdam ins Ruhrgebiet und weiter in den Süden Deutschlands und Europas dringend erforderlich. Aber die offengelegten Pläne der Bahn für das 3.Gleis zeigen, dass die Bahn für Lärm- und Erschütterungsschutz nur Minimal- und Billiglösungen vorsieht. Durch Planungstricks und einseitige Gutachten sollen die Menschen, wo immer es geht, auch noch um diesen minimalen Schutz gebracht werden. Schon jetzt wächst auf der Bahnstrecke von Emmerich nach Oberhausen das Gefahrenpotential ständig an. In immer dichterer Folge rollen die Chemiezüge durch dicht besiedelte Wohngebiete, durch Bahnhöfe mit Hunderten auf den Bahnsteigen Wartenden und vorbei an voll besetzten Personenzügen. Die Bahn plant hingegen nur einen Bruchteil der Baukosten tatsächlich in die Sicherheit zu investieren. DIE LINKE setzt sich deshalb nach wie vor für den Bau einer getrennten reinen Güterverkehrsstrecke ein: siedlungsfern und mit höchsten Sicherheitsstandards, wie sie in beispielhafter Weise von unseren niederländischen Nachbarn verwirklicht wurden. In Deutschland und im speziellen in Oberhausen plant die Bahn hingegen einfach hohe und billige Lärmschutzwände streng nach den gesetzlichen Minimalvorgaben, die wie eine Mauer durch die Städte gezogen werden sollen. Ich erwarte, dass die Stadt Oberhausen als zuständige Behörde für den Katastrophenschutz zu diesen Risiken Stellung nimmt, Maßnahmen zu ihrer Eindämmung fordert und die Rettungskräfte und die Bevölkerung auf mögliche Unfallszenarien angemessen vorbereitet", so Movassat abschließend.