Praktische Solidarität mit Kobane

Viele Informationen gab es am Donnerstag im Linken Zentrum auf einer Veranstaltung über den Kampf der Kurdinnen und Kurden in Kobane gegen die Angriffe der Dschihadisten vom „Islamischen Staat“. Praktische Solidarität soll folgen. Um Medikamente, Spenden und ständige Informationen über die Geschehnisse dort soll sich ein Solidaritäts-Komitee kümmern, das am Dienstag, den 11.11. um 19 h im Linken Zentrum gegründet werden soll. Interessierte sind herzlich willkommen.

Am Schluss der Veranstaltung appellierten die Teilnehmer an die Oberhausener Bundestagsabgeordneten, mitzuhelfen, das Verbot der Kurdischen Arbeiterpartei PKK aufzuheben und sie von der Liste terroristischer Organisationen der EU zu streichen.

Im Wortlaut:

Wir appellieren an die Oberhausener Bundestagsabgeordneten, sich dafür einzusetzen, dass das Verbot der Kurdischen Arbeiterpartei PKK aufgehoben wird und sie von der Liste terroristischer Organisationen der EU gestrichen wird.

Begründung:

Die PKK und ihre nicht verbotene syrische Schwesternpartei PYD haben es geschafft, im Irak Zehntausende yezidische und christliche Flüchtlinge vor den Gräueltaten der Organisation Islamischer Staat zu retten und die IS vor Kobane zu stoppen.

Mit Unterstützung der PKK konnte die PYD in Rojava (darunter im Kanton Kobane) ein basisdemokratisches System der Selbstverwaltung aufbauen. Es beruht auf Gleichberechtigung der Geschlechter, Nationalitäten und Religionen. Dieses Modell kann ein Vorbild für den ganzen Nahen Osten werden.

Oberhausen, 6.11.2014

Im Auftrag:

Jens Carstensen, Peter Berens, Jürgen Dittmeyer