Scharfe Kritik an Hartz IV-Sanktionen

2013 wurden in Oberhausen wesentlich mehr Hartz IV-EmpfängerInnen sanktioniert als im Vorjahr, berichtete die NRZ am 22. Mai. Jörg Pusch, Mitglied im Sozialausschuss, erklärt dazu: „Die Kritik von Anwältin Dagmar Vogel und Mike Laudon vom Arbeitslosenzentrum an den leichtfertig verhängten Sanktionen ist völlig richtig. Gerade Erwerbslose unter 25 Jahren sind stark betroffen. Ihnen kann sofort das Geld gestrichen werden. Beim zweiten verpassten Termin wird auch die Miete nicht mehr bezahlt, was  zu Obdachlosigkeit führen kann. Wer voll sankioniert ist, hat auch keine Krankenversicherung mehr. So wird die Lage vieler Erwerbsloser stark verschlimmert. Auf der anderen Seite gibt es einfach nicht genug Arbeitsplätze in Oberhausen. Selbst wenn alle freien Arbeitsplätze besetzt würden, wären noch Tausende arbeitslos. Die Sanktionen werden also nicht nur viel zu schnell verhängt, sondern laufen völlig ins Leere – durch Druck auf den Einzelnen entstehen keine neuen Jobs, sondern nur noch mehr Probleme. DIE LINKE.LISTE fordert deshalb die ersatzlose Streichung der Sanktionen.“