Sozial- und Erziehungsdienste: DIE LINKE.LISTE begrüßt Votum der Basis

Bezugnehmend auf die Ablehnung der ver.di Mitglieder zu der Schlichtungsempfehlung bei den Sozial- und Erziehungsdiensten erklärt der jugendpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE.LISTE Martin Goeke: "Die Schlichtungsempfehlung hat den Zielen der Aufwertungskampagne nicht entsprochen. Deshalb ist das Abstimmungsergebnis der Mitglieder der drei Gewerkschaften ver.di, GEW und DBB nur konsequent. Die vorgesehenen mickrigen Erhöhungen von durchschnittlich 30 € brutto im Monat für den größten Teil der Erzieherinnen und Beschäftigten in den Sozialdiensten, konnten nach einem vierwöchigen Streik nicht zufriedenstellen.“

DIE LINKE. LISTE unterstützt nach wie vor die Forderungen der Beschäftigten. Goeke kritisiert die unnachgiebige Haltung der Arbeitgeberseite: "Dem kommunalen Arbeitgeberverband können wir nur empfehlen, dieses Signal zum Anlass zu nehmen, seine Position zu überdenken. Eine Aufwertung sieht anders aus. Es geht bei diesem Streik nicht um kleine Gehaltsaufbesserungen, sondern um die Anerkennung qualifizierter Arbeit, die sich in einer entsprechenden Eingruppierung ausdrücken muss. Die Beschäftigten fordern nur, was nach gesundem Menschenverstand selbstverständlich drin sein muss.“

Da es sich im Erziehungsbereich um öffentliche Pflichtleistungen handelt, sind aus Sicht der Linken Bund und Land gefordert, den Trägern die notwendigen Mittel für eine leistungsgerechte Bezahlung ihrer Beschäftigten zur Verfügung zu stellen. Zur Finanzierung fordert DIE LINKE.LISTE die strikte Einhaltung des Konnexitätsprinzips und eine umfassende Gemeindefinanzreform.