Ansiedlung von Decathlon in Oberhausen

Stadtpolitik gefährdet Einzelhandel

Die ich riefdie Geister, werd' ich nun nicht los“, kommentiert Martin Goeke, Ratsmitglied der LINKEN.LISTE die geplante Ansiedelung der Sporthandelskette DECATHLON und die darüber entbrannte Diskussion unter den örtlichen Einzelhändlern.

„Wieder einmal wird deutlich, dass der Nacht-und-Nebel-Verkauf des Stahlwerksgelände an den irischen Investor Euro Actions ein großer Fehler war. Mit dem Verkauf hat Oberhausen bereits vor Jahren seine Entscheidungsgewalt über eine mögliche zukünftige Entwicklung und Nutzung der Flächen weitestgehend abgetreten. Die Politik hat kaum noch einen Einfluss darauf, zu entscheiden wer sich ansiedeln soll und darf. Selbst bestehende Regularien, welche die Innenstädte durch ein Verbot des Verkauf von „zentrumsrelevanten Waren“ im Umfeld des CentrO. schützen sollen, werden mit Hilfe von Gutachtern verworfen. Unseren Unmut darüber haben wir in den letzten Jahren immer wieder kundgetan und haben damals – diese Entwicklung absehend – gegen den Verkauf des Grundstückes protestiert. Mit der zunehmenden Erweiterung des CentrO. und der Neuansiedelung von Großhandelsketten auf dem Stahlwerksgelände wird ein verhängnisvoller Weg fortgeschritten, von dem nicht nur die Oberhausener Innenstadt sondern auch die Stadtteilzentren in Sterkrade und Osterfeld betroffen sind. Wir befürchten, dass wenige Handelsketten zunehmend den Einzelhandel beherrschen werden und sich so die Kaufkraft unweigerlich zunehmend in die Neue Mitte verlagert – sehr zu Ungunsten der Einzelhändler, die in Oberhausen seit Jahrzehnten erfolgreich und arbeitsam ihre Unternehmen führen. Wir als DIE LINKE.LISTE unterstützen einen Einzelhandel der Verbraucher, der zugleich fair ist gegenüber den Beschäftigten, Zulieferern und dem mittelständischen Fachhandel.“