Stellungnahme von Thomas Haller zu dem heutigen (25.2.) Artikel: Viele Schüler sind Nichtschwimmer

Das Problem ist seit langem bekannt: Gut die Hälfte der Kinder können zum Abschluss ihrer Grundschulzeit nicht bzw. nicht sicher schwimmen. Das ist auch kein Wunder, denn die Anzahl der Lehrschwimmbecken wurde in den letzten 25 Jahren kontinuierlich reduziert. Die Schulen und auch die GEW haben seit vielen Jahren mehr Schwimmzeiten und die Sanierung der Lehrschwimmbecken  gefordert.  Als 2014 von der Ratsmehrheit die Schließung aller noch existierenden sieben Lehrschwimmbecken als Eventualmaßnahme zur Sanierung des städtischen Haushalts beschlossen wurde, hat DIE LINKE.LISTE das entschieden zurück gewiesen.

Was sollen da die Fragebögen an die Schulen zur Erhebung des Nachholbedarfs? Das wirkt eher peinlich. Ein so kurzes Gedächtnis kann doch ernsthaft niemand haben. Natürlich reicht die zugeteilte Kapazität an Schwimmmöglichkeiten hinten und vorne nicht, weder die in den teilweise maroden Lehrschwimmbecken, noch die in den wenigen von den Schulen zu nutzenden Bahnen in den drei Hallenbädern.

Fakt ist: Für 39 Schulen brauchen wir ein größeres Angebot an Schwimmstätten. Da rächt sich die Schließungswut aus der jüngsten Vergangenheit. Kurzfristig verbessern können wir jedoch die Schulschwimmsituation in den Hallenbädern. Die sollten, wie in zahlreichen anderen Kommunen, schulvormittags ausschließlich dem Schulsport vorbehalten sein.

DIE LINKE.LISTE fordert zudem erneut die Sanierung der Lehrschwimmbecken. Wenn das Problem ernsthaft angegangen werden soll, muss dringend über neue Schwimmstätten nachgedacht werden.