Stromkosten dürfen die Kluft zwischen Arm und Reich nicht weiter vertiefen

Dazu Jörg Pusch, sozialpolitischer Sprecher für DIE LINKE.LISTE: „Die mickrige Erhöhung der Hartz IV-Regelsätze ist nicht nur demütigend für die Betroffenen, sie haben auch nichts davon: denn die immer steigenden Energiepreise werden die 5 Euro komplett auffressen. Laut den Berechnungen des unabhängigen Vergleichsportals Verivox liegen die tatsächlichen Stromkosten von Hartz IV-EmpfängerInnen rund 20% über dem im Regelsatz vorgesehenen Bedarf von rund 32€ für alleinstehende LeistungsempfängerInnen.

Durch diese konstante Unterdeckung sammeln sich Stromschulden an, die zur Stromsperrung führen oder aber zu Prepaid-Zählern, womit die entstandenen überhöhten Strompreise bezahlt werden müssen. Neben den notwendigen Haushaltseinrichtungen wie Kühlschrank, Küchengeräte und Licht ist durch die Sperre für die Betroffenen oftmals auch Heizung und warmes Wasser nicht mehr verfügbar. Eine solche Wohnung ist unbewohnbar und wertlos. Jedes Jahr werden bundesweit bis zu 800.000 Haushalten die Stromversorgung von ihrem Stromlieferanten gesperrt. Auch Oberhausen ist davon betroffen. Daher fordern wir als LINKE.LISTE den vollständigen Ausgleich der Erhöhung der Strompreise im Regelsatz und ein Verbot von den menschenunwürdigen Stromsperrungen.“