Zum Jahrestag der Reichspogromnacht: Erinnern heißt handeln!

Am morgigen Donnerstag wird deutschlandweit den Opfern der Reichspogromnacht gedacht. Am 9. November 1938 hatten Nazis auch in Oberhausen jüdische Geschäfte beschädigt und geplündert. Die damalige jüdische Synagoge auf der Friedensstraße 24 wurde von den Faschisten niedergebrannt. Zur Erinnerung an die Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung Oberhausens laden die jüdischen Gemeinden, die Stadt und das Theater dort ab 18 Uhr zu einer öffentlichen Gedenkfeier mit Kranzniederlegung ein.

Hierzu erklärt Petra Marx, Mitglied der Fraktion DIE LINKE.LISTE Oberhausen: Es ist wichtig, den Opfern zu gedenken und aktive Aufklärungsarbeit über die Verbrechen des Nazi-Regimes zu leisten, damit die Geschichte sich nicht wiederholen kann. Die Gefahr des Antisemitismus ist keineswegs gebannt. Hinzu kommen seit Jahren vermehrt auch Anfeindungen gegen Menschen muslimischen Glaubens. In einer Zeit, in der fast täglich irgendwo in Deutschland eine Asylunterkunft angegriffen wird und Rechtspopulisten in die Parlamente gewählt werden, müssen wir aktiv für eine solidarische, demokratische und plurale Gesellschaft eintreten.“