AutorInEin Beitrag von Cigdem Kaya
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Die Linke Kreisverband Oberhausen
03.03.2015

Bruno Blank Rede zur Stolpersteinverlegung-von Thomas Haller

Geboren wurde Bruno Blank am 17.07.1906 in Osterfeld als Sohn einer Arbeiterfamilie.

Er war nach dem Machtantritt der Nazis Kassierer für die KPD in der Zechensiedlung Jacobi.

Drei Jahre später wurde er vom Oberlandesgericht Hamm gemeinsam mit 12 anderen Antifaschisten wegen Hochverrat zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt, danach ins Konzentrationslager/ Moorlager Brual-Rhede im Emsland  verschleppt.  Nach der Entlassung folgten Arbeitslosigkeit und weitere Verfolgungen. Im Juli 1942 wurde er zur Wehrmacht/Strafbataillon 999 eingezogen, 1946 kehrte er zurück nach Oberhausen und stellte sich sofort der KPD für einen demokratischen Neubeginn in Oberhausen und in Deutschland zur Verfügung. Leider kam es anders als Bruno Blank und andere sich dies nach der militärischen Niederlage des deutschen Faschismus vorgestellt hatten. Alte Nazis wurden wieder in Regierungen und Verwaltungen geschleust, die Sozialisierung der Grundstoffindustrien und Banken wurde verhindert,  linke Gewerkschafter und Kommunisten wurden erneut inhaftiert. Die Adenauer-Regierung erließ bereits im September 1950 eine Verordnung, „…wonach Mitglieder der KPD und alle anderen kommunistischen oder als kommunistisch angesehene Organisationen, darunter auch die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“ VVN, sofort aus dem öffentlichen Dienst zu entfernen waren.

Am 30. Januar 1953, dem 20. Jahrestag der Machtübertragung an die NSDAP, verteilte Bruno Blank vor der Zeche Sterkrade Flugblätter für Frieden und nationale Unabhängigkeit  An diesem Tag wurde Bruno Blank wieder verhaftet. Die Wiederaufrüstung und die Westintegration der Bundesrepublik war ein erklärtes Ziel der Regierung von Konrad Adenauer CDU. Neben den Kommunisten gab es viele Organisationen und demokratische Persönlichkeiten, die sich vehement gegen die Remilitarisierung und den Aufbau einer neuen Armee stemmten.

Der spätere Bundespräsident Gustav Heinemann trat aus der CDU aus, sein Rechtsanwaltskollege Diether Posser verteidigte viele Verfolgte in den 1950er Jahren, etwa Heinz Renner und Karl Schabrod von der KPD. 4.

Posser war später lange Jahre Landesminister in NRW. 

Bruno Blank aber wurde in seiner Heimatstadt Oberhausen für sein Leben im Widerstand und sein vorbildliches Verhalten geehrt.

Im Jahr 1989 wurde Bruno Blank von Oberbürgermeister Friedhelm van den Mond mit der Ehrennadel der Stadt für vorbildliches Eintreten für Demokratie und Freiheit ausgezeichnet.

Zeit seines Lebens war er aktiver Antifaschist und Sozialist. Ohne Bruno Blank kennengelernt zu haben, wäre mein Leben bestimmt ein wenig anders verlaufen. Er war mein politischer Lehrer und Freund. Gestorben ist Bruno am 18.07.1990 in Oberhausen.

An dieser Stelle sagen wir Danke an Klaus Oberschewen, der Brunos Lebenslauf aufgeschrieben hat!

 

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