DIE LINKE.LISTE Oberhausen protestiert gegen militaristische Werbeveranstaltung der Bundeswehr am BIZ

Für den heutigen Donnerstag hat die Bundeswehr eine Rekrutierungsveranstaltung am Oberhausener Berufsinformationszentrum angekündigt. Hierbei versucht sie sich als regulärer Arbeitgeber darzustellen. DIE LINKE.LISTE Oberhausen lehnt Auftritte des Militärs in Schulen, Universitäten und Arbeitsagenturen kategorisch ab. Denn alle Beschönigungen und Angebote können nicht darüber hinweg täuschen, dass der Soldatenberuf eine Ausbildung zum Krieg führen beinhaltet, was letztlich immer Zerstörung und menschliches Leid bedeutet.

 

„Es ist kein Zufall, dass die Bundeswehr vor allem an Arbeitsagenturen zu rekrutieren versucht. Insbesondere junge Menschen mit geringen Ausbildungschancen sollen angesprochen werden. Die Bundeswehr nutzt die verzweifelte Ausbildungsplatzsuche vieler Menschen aus. Sie vergibt unter anderem Jobs, bei denen man sich für mehrere Jahre verpflichten muss und die Auslandseinsätze beinhalten. Krieg und soziale Ungerechtigkeit gehören zusammen. Die 37 Milliarden Euro im Verteidigungshaushalt fehlen bei der Schaffung friedlicher und nachhaltiger Arbeitsplätze, im sozialen Bereich, der Gesundheitsversorgung und der Bildung.“ kritisiert David Driever, Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE.LISTE Oberhausen.

 

Mitglieder der Fraktion haben heute vor dem Jobcenter Flugblätter verteilt, um gegen die Werbeveranstaltung der Bundeswehr und die Auslandseinsätze in aktuell 15 Ländern zu protestieren.

 

„16 Jahre ‚Krieg gegen den Terror‘ haben die Welt ebenso wenig zu einem sichereren Ort gemacht, wie die ständigen Rüstungsexporte in alle Welt. Was wir im Gegenteil dringend brauchen sind Schritte zu einer gerechten Weltwirtschaftsordnung, Schuldenerlass und nachhaltige Aufbauhilfe in strukturschwachen Ländern.“ so Driever weiter.

 

DIE LINKE.LISTE Oberhausen fordert, derartige Vorträge der Bundeswehr künftig zu unterlassen.