DIE LINKE. Oberhausen protestiert gegen geplante Stahlfusion

ThyssenKrupp und Tata Steel planen eine Fusion ihrer Stahlsparten. Dies würde tausende Arbeitsplätze in der Stahlindustrie gefährden und die soziale Sicherheit der Beschäftigten und ihrer Familien zunichte machen.

DIE LINKE. unterstützt die Forderungen der Beschäftigten bei Thyssen-Krupp. Dieses Vorhaben ist entschieden abzulehnen, da es die Interessen der Beschäftigten schlichtweg ignoriert.

Hierzu erklärt Jens Carstensen, Sprecher der Partei DIE LINKE. Oberhausen: „Anteilseigner und Manager jammern auf hohem Niveau. Sie haben in Zeiten des Stahlbooms Milliarden verdient. Jetzt gilt es Verantwortung für die Beschäftigten zu übernehmen, die ihre Profite erarbeitet haben.

Auch die Landes- und Bundesregierung sind in der Pflicht für die Sicherung der Arbeitsplätze zu sorgen. Dass die Landesregierung Laschet aus CDU und FDP die Fusionspläne bisher sogar unterstützt, zeigt die Notwendigkeit der politischen Gegenwehr nicht nur der Beschäftigten.“

DIE LINKE. fordert eine mit Landes- und Bundesmitteln finanzierte Industriestiftung zum Schutz der Arbeitsplätze, welche in die Stahlsparten einsteigt und Geschäfte gegen die Kolleginnen und Kollegen künftig verhindern kann.

„Eine solche Stiftung kann dauerhaft dafür sorgen, dass eine Unternehmensstrategie verfolgt wird, die sich an den Interessen der Beschäftigten und der Menschen in NRW orientiert. Gleichzeitig brauchen wir ein staatliches Investitionsprogramm zur Wiederherstellung der heute maroden Infrastruktur. Dies wird Arbeitsplätze schaffen und die Nachfrage nach Stahl steigern.“, so Carstensen weiter.

DIE LINKE. Oberhausen ruft zur Teilnahme an der Groß-Kundgebung der IG-Metall am 22. September ab 9:00 Uhr in Bochum auf. Der Demonstrationszug beginnt um 9 Uhr vor Thyssen-Krupp Steel an der Essener Straße. Von dort aus ziehen wir vor das Jahrhunderthaus, wo die Kundgebung ab 10:00 Uhr losgeht.