AutorInEin Beitrag von Yusuf
Die Linke.Liste
Die Linke Kreisverband Oberhausen
10.10.2023

DIE LINKE.LISTE solidarisch mit Streikenden im EDEKA-Zentrallager

DIE LINKE.LISTE solidarisch mit Streikenden im EDEKA-Lager

Seit Wochen streiken auch die Beschäftigten im EDEKA Zentrallager in Oberhausen-Sterkrade für einen Tarifvertrag mit höheren Entgelten, um einen Reallohnverlust durch Inflation und Preissteigerungen abzufedern.

Die Spitze der Edeka Rhein-Ruhr GmbH unterbreitete aus Sicht der Belegschaft kein annehmbares Angebot. Stattdessen wurden sogenannte freiwillige Zahlungen geleistet, die weit unter den legitimen Forderungen der Beschäftigten liegen.

„Wir finden es großartig und bewundernswert, dass die Beschäftigten in Oberhausen und vielen anderen Orten sich nicht abspeisen lassen und den Streik fortführen.“, erklärt Yusuf Karaçelik, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE.LISTE.

„Die freiwilligen Zahlungen sind ein vergiftetes Geschenk. Sie sollen die legitimen Forderungen ausbremsen ohne dabei einen verbindlichen Charakter zu haben, denn das hat nur ein Tarifvertrag.

Es ist unerträglich, wie die Belegschaften vom Arbeitgeber unter Druck gesetzt werden.

In vielen werden beispielsweise Supermärkten gezielt Schilder aufgehängt, welche die Streikenden dafür verantwortlich machen, dass nicht alle Produkte verfügbar sind. Wie so oft sollen Beschäftigte, die für ihre Interessen eintreten, dadurch diffamiert werden.

Dabei ist es im Gegenteil die Edeka Spitze, die mit ihrer starrsinnigen Haltung dafür sorgt, dass der Streik alternativlos ist, um einen Reallohnverlust zu vermeiden. Die Regale könnten voll sein, wenn die EDEKA-Spitze auf das Wohl ihrer Beschäftigten und nicht nur auf ihren Profit schauen würde. Das haben unseres Erachtens auch viele Menschen verstanden und fallen nicht auf die Behauptungen der Edeka Rhein-Ruhr GmbH herein.

Wir unterstützen die Forderungen von ver.di und den Beschäftigten und fordern, dass sie umgehend erfüllt werden. Wir sehen auch die Stadtspitze in der Pflicht sich zu positionieren. Es war Oberbürgermeister Daniel Schranz, der das Zentrallager als Prestige- Objekt verkaufen wollte, dass für 1000 neue gutbezahlte Vollzeit-Arbeitsplätze sorgen würde. Dies ist nicht erwartungsgemäß nicht eingetroffen. Stattdessen muss die Belegschaft nun diesen langen Streik führen, um zu ihrem Recht zu kommen. Wir wünschen ihnen weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen, um diese Auseinandersetzung zu gewinnen.“

Forderungen von ver.di und den Belegschaften:

–          Erhöhung der Entgelte von 13 Prozent im Groß- und Außenhandel, mindestens aber 400 Euro

–          2,50 Euro mehr Gehalt und Lohn pro Stunde im Einzelhandel

–          Anhebung der Ausbildungsvergütungen sollen um 250 Euro

–          Laufzeit des Tarifvertrages für 12 Monate

–          Mindeststundenentgelt von 13,50 Euro

Jetzt teilen: