AutorInEin Beitrag von Petra
Die Linke.Liste
Die Linke Kreisverband Oberhausen
24.03.2024

Ratsrede: LINKE.LISTE gegen den Verkauf des Sterkrader Waldes an den Bund

Auf der vergangenen Ratssitzung am 18. März hatte die Fraktion beantragt, den im Besitz der Stadt Oberhausen befindlichen Sterkrader Wald nicht an den Bund oder andere Träger für Baumaßnahmen zu veräußern.

Der Sterkrader Wald sei ein unverzichtbarer Teil der Oberhausener Naturlandschaft. Er beheimate zahlreiche Tierarten, sei ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Menschen in unserer Stadt und biete darüber hinaus erheblichen Lärmschutz für die Anwohner*innen.

Die geplante Abholzung von 5000 Bäumen zum Zwecke des Ausbaus des Autobahnkreuzes ist im Hinblick auf die vielfach zu recht geforderte Mobilitätswende nicht nur unzeitgemäß, es würde einen großen Teil des Waldes zerstören, heißt es in der Antragbegründung.

„DIE LINKE.LISTE spricht sich kategorisch gegen die Abholzung von 5000 Bäumen aus. Das ist mit uns nicht zu machen.“, erklärte Stadträtin Petra Marx zu Beginn ihrer Ratsrede und rief dazu auf, widerständig zu sein und das Planungsvorhaben zum derzeitigen Planungsstand aufzuhalten. Ein direkter Nachteil entstehe hierbei für unsere Kommune nicht.

„Im Gegenteil können wir Geschichte schreiben, indem wir die Abholzung aufhalten und die Mobilitätswende fordern. Sollen wir in Oberhausen nicht Teil des Prozesses sein, vielleicht sogar das gallische Dorf, welches Widerstand leistet und das Imperium stürzt?

Mit Sicherheit aber braucht die Ampel-Regierung den Druck zum Umdenken. Es könnte ein Enteignungsverfahren geben. Na und? Dann müssen wir uns eben dagegen stellen, um unseren Sterkrader Wald zu erhalten. Das bedeutet einfach nur, das wir uns einem vorauseilendem Gehorsam verweigern und den Willen der Bürger*innen in unserer Stadt ernst nehmen.“, fordert Marx.

Mit Blick auf die notwendige Verkehrswende führt Marx weiter aus:

„Wir wollen überall, wo es geht, das Umsteigen auf klimafreundliche, gemeinschaftlich genutzte Verkehrsmittel ermöglichen, indem wir alle ans Netz anbinden und die Fahrpreise schrittweise auf null senken. Untersuchungen zeigen: 61 Prozent der regelmäßigen Autofahrer*innen in Städten würden auf den ÖPNV umzusteigen, wenn die Anbindungen und Taktungen besser und günstiger wären. Wir wollen eine dauerhafte soziale und ökologische Verkehrswende. Das geht, wenn die Kommunen nicht allein gelassen werden. Die Verkehrswende ist eine Aufgabe für die ganze Gesellschaft und für die Bundespolitik.“

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