AutorInEin Beitrag von David
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Die Linke Kreisverband Oberhausen
15.02.2021

VVN-BdA: Unverhüllter Rassismus der AfD Oberhausen

In ihrer Haushaltsrede offenbart die AfD-Fraktion ihren unverhüllten Rassismus, stellt der Sprecherrat der VVN-BdA KV Oberhausen fest.

Die AfD spricht von „Menschen mit christlich-abendländischer Prägung“. Wann immer in den letzten knapp 1000 Jahren dieser Begriff heraus posaunt wurde, wurden per se alle anderen Menschen ausgegrenzt, die nicht in diese Schablone oder Kategorie passten.  Die europäische Geschichte ist geprägt von Pogromen, Kolonialisierung, damit verbundenen Völkermorden und gegenseitigem Abschlachten, immer unter der Überschrift „christlich-abendländischer Werte“. Bezeichnend ist dabei, dass immer dann, wenn die stolz verkündeten Menschenrechte von Menschen außerhalb dieses Kulturkreises eingefordert wurden und werden, diese plötzlich nicht mehr gelten. Tausende ertrinkende Menschen im Mittelmeer, Moria und ja, die Frage, wer denn zuerst den global notwendigen Impfstoff erhält, sind die fürchterlichen Beweise.

Und immer, auch heute noch, wird die Geschichte dann mit der potemkinschen Fassade des christlichen Abendlandes verbogen, um das eigene Tun (nachträglich) zu rechtfertigen.

Wer also so argumentiert, wie die AfD in der Haushaltrede, betreibt mit dieser rassistischen Ausgrenzung vieler MitbürgerInnen unserer Stadt pure Demagogie mit dem Ziel, ihren Hass auf demokratische Institutionen in unserer Stadt weiter zu verbreiten. Wie üblich im Populismus werden Sündenböcke benötigt und da verwundert es nicht, dass die Gedenkhalle und das Bunkermuseum für ihre Geschichtsverdrehungen herhalten müssen. Seit Jahrzehnten wird in diesen städtischen Einrichtungen eine hervorragende friedenspädagogische Gedenkarbeit geleistet, die weit über die Stadtgrenze Wirkung und Anerkennung erfährt.

Diese Arbeit gilt es für die Zukunft weiter auszubauen und zu verstärken, diese Zeit ruft förmlich danach.

Die Oberhausener AfD folgt mit den Aussagen ihren Anführern Höcke und Gauland, die bereits vor einiger Zeit mit haarsträubenden Deutungen der deutschen Geschichte hervorgetreten sind. Zu Recht haben diese Geschichtsverfälschungen nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland Entsetzen und Empörung hervorgerufen.

Die Relativierung der Hitler-Diktatur und der Gräuel des Zweiten Weltkrieg darf sich nicht weiter ausbreiten, der Boden für Dummheit und Hass in diesem Land würde fruchtbarer. Die demagogische Saat könnte aufgehen.

Die Gedenkhalle und das Bunkermuseum arbeiten seit fast 50 Jahren gegen das Vergessen und für das Miteinander aller Menschen in Oberhausen. Sie vermitteln Geschichte aus der Perspektive der Frauen und Männer aus dem antifaschistischen Widerstand, die unter Lebensgefahr gegen die braune Diktatur gekämpft haben. Zu viele wurden von den braunen Schergen ermordet.

Antifaschismus und Demokratie sind zwei Seiten einer Medaille und eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es gilt heute, überall entschieden jeglichen Bestrebungen entgegenzutreten, die die deutsche Geschichte verfälschen und verdrehen, um ihre demokratiefeindlichen Ziele zu erreichen.

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