Stadtrat ignoriert Anliegen der Mieter:innen des Europahauses
Die Menschen im Oberhausener Europahaus leiden weiterhin unter gravierenden Mängeln wie defekten Heizungen und Aufzügen. Währenddessen begeistern sich Stadtrat und Verwaltung für die Umsetzung eines Bauturbos, der den in den Raum gestellten Bedarf von 6.000 Wohnungen in Oberhausen durch Neubau-Großprojekte von Investoren decken soll.
Seit Monaten engagiert sich die Linke Liste zusammen mit der Mieterschaft des Europahauses, um diese unhaltbaren Zustände aufzuzeigen und fordert, diese umgehend zu beseitigen. Die Stadt Oberhausen vertröstet die Mieter:innen allerdings immer wieder und verweist darauf, dass sie den Rechtsweg beschreiten sollten.
Yusuf Karacelik, Fraktionssprecher der Linken Liste, dazu: „Diese Hinweise sind alle richtig, helfen aber nicht dabei, die unhaltbaren, menschenverachtenden Zustände im Europahaus schnellstmöglich für die Mieter:innen zu verbessern. Die Stadt Oberhausen sollte ihrer Fürsorgepflicht gewissenhaft nachkommen und den Druck auf den Eigentümer erhöhen.“
Um noch einmal auf die Dringlichkeit der Lebensrealität im Europahaus hinzuweisen, hat die Linke Liste auf der Ratssitzung am 09. Februar 2026 eine Aktuelle Stunde zum Thema beantragt. Ziel dieser Aktuellen Stunde war es, erneut Aufmerksamkeit für die unhaltbaren Zustände zu schaffen, das Thema in die politische Diskussion zu bringen und Sofortmaßnahmen zur Verbesserung zu fordern.
Statt sich mit den Betroffenen im Europahaus zu solidarisieren und nach pragmatischen Lösungen zu suchen, reagierte der Rat mit Vorwürfen an die Linke Liste. So würde die Fraktion das Leid der Mieter:innen populistisch missbrauchen und damit sogar den Mieter:innen im Europahaus schaden.
Diese Vorwürfe weisen wir entschieden zurück!
„Wir werden es uns auch in Zukunft nicht verbieten lassen, auf Missstände in unserer Stadt hinzuweisen und gegen diese anzukämpfen“, erklärt Karacelik weiter.
Wir fordern eine sofortige Ersatzvornahme, um die Reparatur des Aufzugs und der Heizungsanlage in die Wege zu leiten. Des Weiteren fordern wir die Einberufung eines runden Tisches mit den Akteur:innen aus Sozialverbänden, Bauordnung, Mieterschutz, Jobcenter und Vertreter:innen der Mieterschaft, um den Forderungen der Mieter:innen gerecht zu werden.

