DIE LINKE.LISTE gegen Vertreibung vom DGB-Parkplatz

Seit einiger Zeit lebt eine obdachlose Person namens Günther in einem Unterstand auf dem DGB Parkplatz und hat einen Windschutz darum gespannt, um sich vor Kälte zu schützen.

Nun kündigt Ordnungsamtsleiter Horst Ohletz  an, diesen Unterstand räumen zu wollen, damit die sog. Trinkerszene sich dort aufhalten könne. Dies würde im Klartext Vertreibung bedeuten.

 „Dieses Vorgehen ist nicht nur herzlos, sondern auch absolut unsinnig“, empört sich Yusuf Karacelik, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE.LISTE.

 „Dieser Unterstand ist gebaut worden, um eine den Behörden unliebsame Personengruppe aus der Innenstadt zu entfernen. Wir waren damals dagegen, so vorzugehen, auch weil es absehbar war, dass es rausgeschmissenes Geld ist und niemand sich dort aufhalten will. So ist es auch gekommen, ein kleines Holzhäuschen auf dem DGB Parkplatz ist auch kein attraktiver Ort, um sich dort aufzuhalten.

 Nun hat dieser Unterstand endlich Verwendung gefunden. Günther, der dort wohnen will, bis er über die Caritas eine Wohnung gefunden hat, hat eine Bleibe gefunden. Mit ihm sind heute während eines Besuchs eines Vertreters unserer Fraktion noch etwa zwei Handvoll Personen dort gewesen. Es herrscht eine freundliche Atmosphäre, allerdings auch Empörung über das Räumungsvorhaben. Man muss sich fragen, was das Problem ist. Geht es um bürokratische Vorgaben oder haben Behörden Angst, dass die vorhandene Armut in unserer Stadt noch sichtbarer wird?

 DIE LINKE.LISTE fordert, dass von dieser absurden Räumungsankündigung unverzüglich Abstand genommen wird. Manchmal braucht es einfach kreative Lösungen und ein bisschen Herz, statt Bürokratie und Repression.“, erklärt Karacelik abschließend.