DIE LINKE.LISTE: Mangelndes Wissen und Halbwahrheiten verhindern Freibad

Eine große Mehrheit im Hauptausschuss hat am Montag den Antrag der Fraktion DIE LINKE.LISTE abgelehnt, der Stadt den Prüfauftrag zu erteilen, was Bau und Betrieb eines Freibades an Kosten verursachen würde.

 Dabei war grade in diesem herausragend heißen Sommer der Bedarf nach einem Freibad deutlich geworden. DIE LINKE.LISTE will erreichen, dass es neben Hallenbädern und überteuertem Erlebnisbad auch ein Freiluftangebot gibt, dass für alle Menschen in Oberhausen erschwinglich ist.

 Mit dieser Forderung stand DIE LINKE.LISTE am Montag allein auf weiter Flur. Dabei waren die Begründungen für die Ablehnung teilweise haarsträubend.

So behauptete Klaus Kösling (SPD), zu geringe Besucherzahlen hätten die Schließung des Alsbachtales nötig gemacht.

Werner Nakot (CDU) hob hervor, dass es mit dem neuen Bäderkonzept nun mehr Wasserfläche zur Verfügung stände.

 Hierzu erklärt Martin Goeke, sportpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.LISTE: „Die Behauptung von Herrn Kösling ist unwahr. Wer sich mit den Besucherzahlen des Alsbachtales in den letzten Jahren vor der Schließung ernsthaft befasst, wird schlichtweg feststellen, dass sie natürlich im Zusammenhang mit den Temperaturen und den Sonnenstunden im jeweiligen Jahr standen, was völlig normal ist. Im Jahr 2003 hatte das Bad über 60.000 Besucherinnen und Besucher. Zu suggerieren, das Angebot wäre schon lange nicht mehr angenommen worden, ist schlecht recherchiert.“

 Auch die Äußerung des CDU-Vertreters Werner Nakot kann so nicht stehenbleiben.

 „Die Behauptung Herrn Nakots, Vereinen, Bürgern und Schulen stünde mehr Wasserfläche zur Verfügung, ist eben nur die halbe Wahrheit. Denn Familien und Freizeitschwimmer, grade wenn sie nicht wohlhabend sind, werden ausgeschlossen, denn der Aquapark ist für viele Menschen in Oberhausen viel zu teuer.

Das sind alles keine neuen Erkenntnisse und sowohl SPD als auch CDU könnten das wissen, würden sie nicht die Fakten ignorieren. Mit der Ablehnung aus finanziellen Gründen ist vorerst eine Chance vertan, das kulturelle Angebot in Oberhausen zu erweitern und den Menschen etwas Gutes zu tun.“