Europahaus: Verantwortungslosigkeit der W&L AG – Stadt darf nicht länger zusehen
Die Zustände im Europahaus sind ein handfester Skandal. Seit Monaten werden die Mieter:innen mit kaputten Aufzügen, ausgefallenen Heizungen und unhaltbaren Wohnbedingungen allein gelassen. Während Familien, ältere Menschen und Kinder unter diesen Zuständen leiden, versucht die Eigentümerin, die W&L AG, sich mit haltlosen Sabotagevorwürfen aus der Verantwortung zu stehlen.
Yusuf Karaçelik, Fraktionsvorsitzender der Linke.Liste, stellt klar:
„Das ist ein durchschaubares Manöver. Statt endlich zu handeln, konstruiert Geschäftsführer Straube Schuldzuweisungen gegenüber den eigenen Mieter:innen. Das ist nicht nur zynisch, sondern ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen.“
Besonders alarmierend sind die jüngsten Berichte des WDR: Demnach wird der Hausmeister nicht mehr bezahlt, die Eigentümergesellschaft ist für ihn nicht erreichbar. Wenn selbst grundlegende Verpflichtungen nicht mehr erfüllt werden, steht die Frage im Raum, ob die W&L AG überhaupt noch handlungsfähig ist. Die Leidtragenden sind die Menschen im Haus.
Für uns ist klar: Die Stadt Oberhausen darf sich nicht länger hinter Zuständigkeitsfragen verstecken. Wenn ein Eigentümer seiner Verantwortung nicht nachkommt, muss die Kommune eingreifen. Wir fordern unverzüglich eine Ersatzvornahme zur Reparatur der Aufzüge und Heizungsanlagen. Wohnen ist ein Grundrecht – keine Verhandlungsmasse für renditegetriebene Spekulation.
Yusuf Karaçelik betont:
„Die Stadt muss endlich ein tragfähiges Gesamtkonzept vorlegen. Wir brauchen einen runden Tisch mit Sozialverbänden, Mieterschutzvereinen, Behörden wie dem Jobcenter und vor allem mit den betroffenen Mieter:innen selbst. Wegducken ist keine Option mehr.“
Die Linke.Liste wird den Druck weiter erhöhen. Am Samstag, den 28.02.2026, um 11:00 Uhr laden wir zur Mieterversammlung in den Paroli-Treff, Elsässer Straße 20 in Oberhausen – direkt gegenüber dem Europahaus – ein.

