Leerstand trotz Wohnungsnot: Umbau des Lyzeums kommt nicht voran
Das ehemalige Lyzeum in Alt-Oberhausen steht seit Jahren leer, das Umbauvorhaben zur Schaffung von Wohnraum kommt nicht voran. Und das, obwohl viele Menschen in Oberhausen unter den Folgen des angespannten Wohnungsmarkts leiden.
Bezirksvertreterin Angelika Glauch dazu: „Wenn ein Projekt zur Schaffung von Wohnraum durch verschiedene privatwirtschaftliche Unternehmen über einen Zeitraum von mehreren Jahren verzögert wird, dann liegt die Vermutung nahe, dass das Lyzeum nur noch als Spekulationsobjekt angesehen wird.“
Stadt gibt sich machtlos, Eigentümer bleibt untätig
Als Fraktion Die Linke.Liste haben wir deshalb eine kleine Anfrage im Stadtrat gestellt. Aus der Beantwortung geht hervor, dass die Baugenehmigung wegen des fehlenden Baufortschritts inzwischen abgelaufen ist. Außerdem erklärt die Stadt, dass sie den Eigentümer rechtlich nicht dazu bringen könne, die Bauarbeiten wieder aufzunehmen oder fertigzustellen. Einen verlässlichen Zeitplan für die Fertigstellung gibt es weiterhin nicht.
Angelika Glauch resultiert: „Die Antworten der Verwaltung zeigen deutlich, wo die Gründe für die ewige Bauverzögerung liegen: Einerseits blendet die Stadt die soziale Ebene dieses Problems völlig aus, andererseits beruft sie sich darauf, keine rechtliche Handhabe zu besitzen, um den Eigentümer zur Fertigstellung zu verpflichten. Die Wohnungsnot für die Menschen in Oberhausen ist allerdings real und wir müssen ihr mit nachhaltigen Konzepten begegnen. Als Linke fordern wir deshalb die Schaffung eines kommunalen, gemeinnützigen Wohnungsunternehmens und ein Ende der Immobilienspekulation.“

