AutorInEin Beitrag von Yusuf
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Die Linke Kreisverband Oberhausen
20.04.2026

Pressemitteilung zum Olympia-Bürgerentscheid: Formale Zustimmung, aber kein breiter Rückhalt

Olympia-Bürgerentscheid: Formale Zustimmung, aber kein breiter Rückhalt

Der Bürgerentscheid zur Olympiabewerbung ist formal angenommen worden. 62,66% der Abstimmenden votierten mit Ja, während die Beteiligung bei lediglich 29,55% lag. Somit wurde das notwendige Quorum nur knapp erreicht.

„Dieses Ergebnis ist kein klarer politischer Auftrag“, erklärt Yusuf Karaçelik. „Wenn weniger als ein Drittel der Wahlberechtigten teilnimmt und das Quorum gerade so erfüllt wird, zeigt das vor allem eines: Die Stadt ist in dieser Frage gespalten.“

Viele Fragen bleiben offen

Die Linke Liste sieht an entscheidenden Punkten weiterhin offene Fragen. Weder die konkreten Kosten noch die finanziellen Risiken für die Stadt sind ausreichend geklärt. Auch die langfristigen Auswirkungen auf Haushalt, Infrastruktur und soziale Prioritäten bleiben weiterhin ungewiss.

„Viele Bürgerinnen und Bürger wurden im Vorfeld nicht ausreichend erreicht oder einbezogen. Für ein Projekt dieser Größenordnung reicht eine minimale Beteiligung nicht aus. Es braucht echte Mitsprache und Transparenz von Anfang an.“, so der Fraktionsvorsitzende weiter.

Mit Blick auf den weiteren Bewerbungsprozess fordert die Linke Liste eine klare Kurskorrektur. Die Planungen müssen vollständig offengelegt werden, Risiken dürfen nicht auf die Stadt abgewälzt werden und entscheidende Schritte müssen erneut demokratisch abgesichert werden.

„Dieses Ergebnis ist kein Freifahrtschein für ein Großprojekt, sondern eine Verpflichtung zur Vorsicht. Die Menschen in Oberhausen müssen in den kommenden Phasen verbindlich beteiligt werden.“

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