Der Zugang zu Informationen über barrierefreie Sport-, Freizeit- und Erholungsangebote ist in unserer Stadt bislang unzureichend. Vor diesem Hintergrund hat die Fraktion Die Linke.Liste für die Ratssitzung am 18. Mai 2026 einen Antrag eingebracht, der die Erstellung einer zentralen Übersicht barrierefreier Einrichtungen vorsieht.
Die Stadtverwaltung soll demnach eine umfassende und fortlaufend aktualisierte Auflistung aller entsprechenden Angebote erarbeiten. Diese soll Informationen zu Standort, Erreichbarkeit, Zugänglichkeit, konkreten barrierefreien Angeboten, Eintrittspreisen, Ansprechpartnern sowie zur Trägerschaft der Einrichtungen enthalten. Zudem ist vorgesehen, die Daten in eine landesweite Inklusionskarte zu integrieren.
„Eine zentrale Auflistung barrierefreier Einrichtungen unterstützt nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern beispielsweise auch Seniorinnen und Senioren“, erklärt Leo Buntrock, Landessprecher der LAG Selbstbestimmte Behindertenpolitik NRW. „Ein barrierearmer Zugang zu Informationen kann die Lebensqualität vieler Menschen nachhaltig verbessern.“
Auch Stadtverordnete Heike Hansen unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens: „Barrierefreiheit beginnt nicht erst vor Ort, sondern bereits beim Zugang zu Informationen. Transparenz ist eine Grundvoraussetzung für echte Teilhabe.“
Die Fraktion verweist auf die UN-Behindertenrechtskonvention sowie bestehende Aktionspläne auf Landes- und kommunaler Ebene, die den Abbau von Barrieren und die gleichberechtigte Teilhabe zum Ziel haben.

