NOlympia – Nein zur Olympia-Bewerbung!
Bei der Durchsicht der Wahlunterlagen für den anstehen Bürgerentscheid zur Olympiabewerbung dürfte es den meisten bereits aufgefallen sein: Unser Statement hat es nicht in die Übersicht geschafft.
Während Stellungnahmen glücklicherweise nachgereicht werden können, lässt sich eine verpasste Stimme nicht einfach so nachholen. Deshalb möchten wir unsere Position nochmal deutlich machen und alle Wahlberechtigten aufrufen mit Nein zu stimmen.
Für uns ist klar: Wir sagen Nein zur Olympiabewerbung in Oberhausen!
Olympische Spiele werden gerne als Motor für Entwicklung, Fortschritt und internationale Aufmerksamkeit verkauft. Doch die Realität sieht anders aus: In nahezu allen Austragungsorten der vergangenen Jahrzehnte haben die Spiele enorme Schuldenberge hinterlassen. Während das Internationale Olympische Komitee (IOC) und seine globalen Sponsoren Milliardengewinne einstreichen, bleiben die Kosten und Risiken bei den Kommunen – also bei uns allen.
Auch Oberhausen soll nun Teil eines solchen Megaevents werden. Doch wir sagen deutlich: Unsere Stadt braucht keine Prestigeprojekte, die vor allem Investoren und Konzernen dienen, während die Bevölkerung die Folgen tragen muss. Olympische Spiele bedeuten steigende Mieten, steigende Preise, Verdrängung von Menschen mit geringem Einkommen, zusätzliche Belastungen für die Infrastruktur und mehr Verkehrschaos. Kurz gesagt: Sie verschärfen genau die Probleme, mit denen viele Menschen hier ohnehin täglich kämpfen.
Statt Milliarden in ein kurzfristiges Event zu stecken, das nach wenigen Wochen vorbei ist, brauchen wir langfristige Investitionen: gut ausgestattete Sportstätten für alle, die Förderung des Breitensports, soziale Infrastruktur, bezahlbaren Wohnraum und lebenswerte Quartiere. Sport für alle statt Profite für wenige!
Diesmal war die Zeit schneller als wir – aber bei der Abstimmung gibt’s keine zweite Chance. Also: Termin nicht verpassen und bis zum 19. April mit Nein stimmen!

