Baumfällung Otto-Weddigen Straße: DIE LINKE. LISTE fordert Aufklärung

Mit einem sogenannten Dringlichkeitsbeschluss haben Bezirksbürgermeister Ulrich Real (SPD) und CDU-Sprecher Holger Ingendoh am 28. Mai die Fällung eines 100jährigen Ahornbaumes auf einem Baugrundstück an der Otto-Weddigen Straße verfügt, wo derzeit ein Mehrfamilienhaus gebaut wird.

Damit wurde die Bezirksvertretung als zuständiges Gremium umgangen. Lediglich Mitglieder der Baumkommission haben vor Ort der Fällung zugestimmt. Ein Vertreter der LINKEN.LISTE hat nicht daran teilgenommen.

Am morgigen Donnerstag soll dieser Beschluss nun nachträglich gefasst werden.

Hierzu erklärt Jens Carstensen, Bezirksvertreter der LINKEN.LISTE Oberhausen:

„Dieses Vorgehen wirft viele Fragen auf. Warum konnte innerhalb von drei Tagen keine Sondersitzung der Bezirksvertretung einberufen werden wie vorgeschrieben? Es stellt sich mir die Frage, worin die Dringlichkeit besteht, nachdem nun schon seit längerer Zeit dort gebaut wird. Es ist schon sehr verwunderlich, dass vorher niemandem aufgefallen ist, dass dort angeblich Fluchtwege beeinträchtigt sind. Es muss geklärt werden, ob in der Planung also etwas übersehen wurde und es andere Möglichkeiten gegeben hätte, ohne dass der Ahorn gefällt werden muss.

 Es entsteht insgesamt der Eindruck, als hätten es sich die betreffenden Personen zu einfach gemacht und eigenmächtig gehandelt. Unsere Fraktion ist aus nur in wenigen Ausnahmefällen für das Fällen von Bäumen. Wir diskutieren endlich über den Klimanotstand und die notwendigen Maßnahmen in unserer Stadt. Da kann es nicht angehen, dass Bäume einfach gefällt werden. Ich fordere, dass hier eine deutlich detailliertere und überzeugendere Begründung geliefert wird, sonst werde ich gegen den nachträglichen Beschluss stimmen.“