DIE LINKE.LISTE zum Jugendzentrum ParkHaus: Baucontainer zeigen Geringschätzung von Jugendarbeit im Uhlandviertel

Beim Ortstermin in der neuen KITA am Uhlandpark stand für die Vertreter der LINKEN LISTE auch der Blick auf die Baufortschritte am Neubau des Jugendzentrums ParkHaus auf dem Programm. Gerne nutzten sie die Möglichkeit mit Mitarbeitern und Geschäftsführung der Kurbel ins Gespräch zu kommen.

Norbert Müller, Vertreter der LINKEN LISTE im Jugendhilfeausschuss zeigte sich dabei sichtlich irritiert: „Beim Betreten der Baustelle sieht man rechter Hand die modern und großzügig gestaltete neue Kita, während das neue Jugendzentrum aus bislang vier zusammengefügten, blau gestrichenen Baucontainern besteht, die sich an die Reste des alten Schulgebäudes anfügen.“

„Niemand würde wohl auf die Idee kommen, dass hier ein Jugendzentrum entsteht“, so Müller weiter. Auch die Anwohner sprechen freimütig von „Baubaracken“.

Auch ein Innenblick zeigte erhebliche Defizite, beispielsweise eine für Versammlungsräume extrem niedrige Deckenhöhe von nur 2,60 m, Plastikschienen an Säulenkanten, eine fehlende Räumlichkeit für Werkzeug und Gartengeräte sowie kleine oder fehlende Fenster.

Auch Ratsmitglied Martin Goeke zeigte sich vor Ort verwundert, dass die OGM Baucontainer einsetzt: „Diese offensichtliche Billigvariante signalisiert die Geringschätzung von Kinder- und Jugendarbeit im Uhlandvierte und ist ein Affront gegen die engagierte Arbeit des Teams“, so Goeke.

Auch die Nachhaltigkeit dieser Bauweise lässt Zweifel aufkommen: „Wie viele Jahre werden die Baucontainer unter der Dauerbelastung eines Jugendzentrums halten? Es bleibt zu hoffen, dass nicht bereits in wenigen Jahren vor der Situation stehen, einen Austausch oder Neubau vornehmen zu müssen. Hier wäre eine nachhaltige Bauweise sicherlich sachdienlicher gewesen“, so Goeke abschließend.

Für die nächste Sitzung des Jugendhilfeausschusses hat die LINKE LISTE  die Problematik auf die politische Tagesordnung setzen lassen und einen Sachstandsbericht angefordert.